Fuß: Anatomie, Funktion, Erkrankungen, Schuhe & Pflege

Fuß: Alles zu Anatomie, Funktion, typischen Erkrankungen, passenden Schuhen und praktischer Pflege – Tipps für gesunde, schmerzfreie Füße im Alltag.

Autor: Leandro Alegsa

Fuß ist auch der Name einer Maßeinheit. Siehe Fuß (Längeneinheit).

Ein Fuß (ein Fuß, zwei oder mehr Füße) ist ein Körperteil am Ende eines Beines. Er wird beim Gehen verwendet. Er ist auch wichtig für das Gleichgewicht: Er hilft Menschen, gerade zu stehen. Menschen benutzen ihn auch zum Kicken, sowohl im Kampf als auch im Sport, z.B. beim Fussball.

Die Hände und Füße des Menschen haben die gleiche Form: Beide haben fünf Ziffern (Finger und Zehen). Viele andere Tiere mit Rückgrat sind ebenfalls fünfstellig. Der Teil des Fußes, der ihn mit dem Bein verbindet, wird Ferse genannt. Die Unterseite des Fußes wird als Sohle bezeichnet. Die Hälfte der Knochen in unserem Körper befindet sich im Fuß. Ärzte, die mit den Füßen von Menschen arbeiten, sind Fußspezialisten oder Fußpfleger.

Viele Tiere haben Füße, und es gibt viele verschiedene Arten von Füßen. Die Füße von Affen sind den Händen sehr ähnlich. Der harte Fuß eines Huftieres ist ein Huf. Wenn ein Tier weiche Füße oder Füße mit Weichteilen an der Unterseite hat, nennen wir es oft eine Pfote.

Viele Menschen benutzen gerne Schuhwerk, vor allem im Freien. Es hat besondere Namen, zum Beispiel Sandalen, Schuhe und Stiefel. Wenn Menschen immer Schuhe tragen, besonders an heißen Orten oder wenn sie sehr aktiv sind, können ihre Füße schlecht riechen (Fußgeruch). Das Tragen von zu großem oder zu kleinem Schuhwerk kann schlecht für die Füße sein. Menschen, die Fuß-, Bein- und Rückenprobleme haben, können auch Hilfe von speziellen Schuhen bekommen.

In verschiedenen Teilen der Welt haben die Menschen unterschiedliche Traditionen, wann sie Schuhe tragen sollten. Zum Beispiel tragen die Menschen in weiten Teilen Europas und Kanadas in der Regel weder zu Hause noch bei Besuchen ihre Schuhe oder Stiefel. In den Vereinigten Staaten tragen die Menschen in einem Haus oft Schuhe. In Japan tragen die Menschen zu Hause keine Schuhe, und die Böden sind oft aus sehr weichen Materialien, zu weich für Schuhe. In Kulturen, in denen Menschen immer Schuhe tragen, denken die Menschen manchmal, dass es schlecht ist, keine Schuhe zu tragen. Das Nichttragen von Schuhen kann gut für die Füße sein, besonders für Kinderfüße.

Zustände wie der Fuß des Athleten wirken sich auf die Füße aus, wodurch sich die Füße trocken und rissig anfühlen.

Anatomie des Fußes

Der menschliche Fuß ist ein komplexes Gebilde aus Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern. Wichtige Fakten:

  • Knochen: Etwa 26 Knochen bilden den Fuß (Fußwurzel, Mittelfuß und Zehenknochen).
  • Gelenke: Rund 33 Gelenke ermöglichen Bewegung und Anpassung an den Untergrund.
  • Muskeln und Sehnen: Über 100 Muskeln, Sehnen und Bänder stabilisieren den Fuß, steuern die Bewegungen und bilden die Fußgewölbe.
  • Gewölbe: Es gibt ein mediales Längsgewölbe, ein laterales Längsgewölbe und ein quer verlaufendes Gewölbe. Diese dienen als Stoßdämpfer und sorgen für Federung beim Gehen.
  • Wichtige Knochen: Talus (Sprungbein), Calcaneus (Fersenbein), die Ossa cuneiformia, Naviculare, Cuboide und die fünf Mittelfußknochen (Metatarsalia).

Funktion

  • Stützfunktion: Der Fuß trägt das Körpergewicht beim Stehen und Gehen.
  • Dämpfung: Durch die Gewölbe und die Weichteile wird Stoßenergie beim Auftreten abgefedert.
  • Fortbewegung: Der Fuß ermöglicht Abstoß und Vortrieb beim Gehen, Laufen oder Springen.
  • Gleichgewicht: Feinsteuerung der Fußmuskulatur sorgt für Stabilität auf unterschiedlichem Untergrund.

Häufige Erkrankungen und Probleme

Viele Beschwerden am Fuß sind gut behandelbar. Wichtige und häufige Probleme:

  • Fußpilz (Fuß des Athleten): Pilzinfektion zwischen den Zehen oder an der Sohle; juckend, schuppig; medikamentöse Salben helfen.
  • Plantarfasziitis: Schmerzen an der Ferse, besonders morgens oder nach Ruhephasen; Dehnung, Stoßdämpfung, Physiotherapie helfen oft.
  • Hallux valgus (Ballenzeh) und Hammerzehen: Deformitäten durch falsches Schuhwerk oder Veranlagung; Einlagen, orthopädische Schuhe oder Operationen möglich.
  • Einwachsende Zehennägel: Schmerzen und Entzündungen an der Nagelwand; manchmal lokale Behandlung oder kleiner Eingriff nötig.
  • Blasen, Schwielen, Hühneraugen: Durch Reibung oder Druck; Druckentlastung, passende Schuhe, Hornhautpflege.
  • Frakturen und Verstauchungen: Bei Stürzen oder Unfällen; Ruhigstellung, Kühlen, ärztliche Abklärung bei starken Schmerzen oder Fehlstellungen.
  • Neuropathie und Durchblutungsstörungen (z. B. bei Diabetes): Gefährlich wegen schlechter Heilung, Risiko für Geschwüre und Infektionen; regelmäßige Kontrolle wichtig.

Schuhe und Einlagen

Geeignete Schuhe schützen und unterstützen den Fuß. Wichtige Hinweise:

  • Wählen Sie Schuhe mit ausreichender Breite und Zehenfreiheit (etwa 1 cm Platz vor den längsten Zehen).
  • Messen Sie die Füße am Ende des Tages, weil Füße abends oft etwas anschwellen.
  • Achten Sie auf festen Fersenhalt und angemessene Dämpfung für die jeweilige Aktivität (Laufen, Wandern, Arbeit).
  • Zu hohe Absätze und sehr spitze Schuhe können zu Deformitäten und Schmerzen führen.
  • Orthopädische Einlagen (Orthesen) können bei Fehlstellungen, Überpronation oder Schmerzen helfen.
  • Alternieren Sie Schuhe, lassen Sie sie gut trocknen und verwenden Sie geeignete Socken (atmungsaktiv, saugfähig).

Pflege und Hygiene

  • Waschen Sie die Füße täglich mit warmem Wasser und milder Seife, trocknen Sie besonders zwischen den Zehen gut ab.
  • Gegen Fußgeruch: regelmäßiges Waschen, saubere Socken, atmungsaktive Schuhe; bei Bedarf Fußpuder oder spezielle Sprays.
  • Hornhaut schonend entfernen, nicht zu viel abschneiden; Fußcreme auf trockene Stellen auftragen (nicht zwischen den Zehen, wenn es dort zu feucht wird).
  • Nägel gerade schneiden, nicht zu kurz – so verhindern Sie einwachsende Nägel.
  • Bei Verdacht auf Pilz, Entzündung oder wunden Stellen frühzeitig behandeln lassen.

Übungen zur Stärkung und Vorbeugung

  • Zehenkrallen: Ziehen Sie ein Handtuch mit den Zehen zu sich heran (Towel-Scrunch).
  • Waden- und Plantarfasziendehnung: Dehnen Sie die Wadenmuskulatur und die Fußsohle regelmäßig.
  • Balanceübungen: Einbeinstand, auf unebenem Untergrund Stabilität trainieren.
  • Barfußlaufen (auf weichem, sicherem Untergrund) fördert Fußmuskulatur und Sensomotorik – besonders bei Kindern sinnvoll.

Kinderfüße

Bei Kindern sind breite, flexible Schuhe sinnvoll. Viele Kinder haben vorübergehend Plattfüße; die meisten entwickeln sich mit dem Wachsen zu einem normalen Fußgewölbe. Barfußlaufen in sicheren Umgebungen fördert die natürliche Entwicklung. Bei anhaltenden Schmerzen, deutlichen Fehlstellungen oder Gangstörungen sollten Kinderärzte oder Orthopäden hinzugezogen werden.

Füße bei Tieren

Wie schon erwähnt, gibt es bei Tieren sehr verschiedene Fußformen: Greifende Füße bei Affen, Pfoten bei vielen Raubtieren und Hufe bei Huftieren. Die Form des Fußes ist an die Lebensweise des Tieres angepasst (Klettern, Graben, Rennen).

Wann zum Arzt?

Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn eines der folgenden Zeichen auftritt:

  • starke oder anhaltende Schmerzen, die durch Ruhe nicht besser werden
  • sichtbare Fehlstellungen nach Verletzungen oder starke Schwellung
  • Rötung, Wärme, Eiteraustritt oder Fieber (Hinweis auf Infektion)
  • wunde Stellen oder Geschwüre, besonders bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen
  • andauernde Taubheitsgefühle oder Schwäche im Fuß

Fachleute, die sich mit Füßen beschäftigen, sind z. B. Podologen (medizinische Fußpflege), Podiater, Orthopäden und – bei Wunden oder Durchblutungsstörungen – Gefäßmediziner oder Diabetes-Fachärzte.

Diese Übersicht gibt wichtige Grundlagen zu Anatomie, Funktion, typischen Beschwerden, Schuhen und Pflege. Bei konkreten Beschwerden ist eine individuelle Untersuchung und Beratung durch medizinisches Personal empfehlenswert.

Darstellung der Knochen in Unterschenkel und FußZoom
Darstellung der Knochen in Unterschenkel und Fuß

Füße der FrauZoom
Füße der Frau

Fuß eines MannesZoom
Fuß eines Mannes

Knochen

In einem menschlichen Fuß befinden sich 26 Knochen. Sie bestehen aus 14 Fingerknochen (Zehen), 5 Mittelfußknochen (Fußsohlenknochen) und 7 Fußwurzelknochen (Fußwurzelknochen).

Galerie

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Fragen und Antworten

F: Was ist ein Fuß?


A: Ein Fuß ist ein Körperteil am Ende eines Beins. Er wird beim Gehen und für das Gleichgewicht benutzt, aber auch zum Treten im Kampf und beim Sport. Er hat fünf Gliedmaßen (Finger und Zehen).

F: Wie unterscheiden sich die Füße von den Händen?


A: Hände und Füße des Menschen haben die gleiche Form, aber ihre Funktionen sind unterschiedlich. Die Hände werden hauptsächlich zum Greifen von Gegenständen verwendet, während die Füße vor allem zum Gehen und für das Gleichgewicht gebraucht werden.

F: Welche anderen Tiere haben Füße?


A: Die meisten Landwirbeltiere haben Füße, ebenso wie viele wirbellose Tiere. Die Art der Füße variiert je nach Tierart; einige Tiere haben harte Hufe, während andere weiche Pfoten haben.

F: Warum tragen Menschen Schuhe?


A: Menschen tragen Schuhe, um sich vor Wetter und Schmutz zu schützen und um ihre Füße in bestimmten Kulturen, in denen dies wichtig ist, sauber zu halten. Wenn Sie die falsche Größe oder Art von Schuhen tragen, kann dies zu Blasen oder anderen Problemen mit den Füßen führen.

F: Gibt es irgendwelche Traditionen in Bezug auf das Tragen von Schuhen im Haus?


A: In vielen Ländern tragen die Menschen in der Regel keine Schuhe oder Stiefel im Haus, während sie in den Vereinigten Staaten oft Schuhe im Haus tragen. Auch in Japan trägt man aus kulturellen Gründen keine Schuhe in der Wohnung. Die Böden sind oft aus sehr weichen Materialien, die sauber gehalten werden müssen.

F: Ist es schlecht, manchmal keine Schuhe zu tragen?


A: Nicht immer - keine Schuhe zu tragen kann gut für die Füße sein, wenn sie beschädigt sind oder von Krankheiten wie Fußpilz betroffen sind, der die Haut an den Füßen austrocknet und rissig macht.

F: Wer hilft Menschen mit Fußproblemen?


A: Ärzte, die sich auf die Behandlung von Fußproblemen spezialisiert haben, werden Podologen oder Fußpfleger genannt.


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