Gammastrahlen (γ-Strahlen) sind elektromagnetische Wellen mit den kleinsten Wellenlängen im elektromagnetischen Spektrum. Sie wurden 1900 von Paul Villard entdeckt und 1903 von Ernest Rutherford benannt.
Gammastrahlen sind wie Röntgenstrahlen, aber die Wellen sind in der Wellenlänge kleiner. Sowohl Gammastrahlen als auch Röntgenstrahlen sind Photonen mit sehr hohen Energien, und Gammastrahlen haben sogar noch mehr Energie. Sie sind auch eine Art von ionisierender Strahlung. Gammastrahlen können dickere Materialien durchdringen als Röntgenstrahlen.
Gammastrahlen werden von einigen Arten radioaktiver Atome erzeugt. Kobalt-60 und Kalium-40 sind zwei Isotope, die Gammastrahlen aussenden. Kobalt-60 wird in Beschleunigern erzeugt und in Krankenhäusern verwendet. Kalium-40 ist ein natürliches Isotop. Geringe Mengen von Kalium-40 kommen in allen Pflanzen und Tieren vor. Gammastrahlen von Kalium-40 haben jeweils eine Energie von 1460 Tausend Elektronenvolt (keV).
Gammastrahlen und Röntgenstrahlen lassen sich auch nach ihrem Ursprung unterscheiden: Röntgenstrahlen werden von Elektronen außerhalb des Kerns emittiert, während Gammastrahlen vom Kern emittiert werden.