In der Physik ist ein Gravitationsfeld ein Modell zur Erklärung des Einflusses, den ein massiver Körper hat. Der Einfluss erstreckt sich in den Raum um sich herum und erzeugt eine Kraft auf einen anderen massiven Körper. Ein Gravitationsfeld wird also zur Erklärung von Gravitationsphänomenen (Effekten) verwendet. Es wird in Newton pro Kilogramm (N/kg) gemessen.
Im ursprünglichen Newtonschen Konzept war die Schwerkraft eine Kraft zwischen Punktmassen. In Anlehnung an Newton versuchte Laplace, die Gravitation als eine Art Strahlungsfeld oder Flüssigkeit zu modellieren. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Schwerkraft nicht mehr als Punktanziehung, sondern als ein Feldmodell erklärt. Diese Revolution wurde durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie herbeigeführt. Die meisten Wissenschaftler glauben, dass das Gravitationsfeld und seine Gravitationswellen die physikalischen Interpretationen der Einsteinschen Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie sind.
In einem Feldmodell ziehen sich nicht zwei Teilchen gegenseitig an, sondern die Masse der Objekte verzerrt die Raumzeit. Diese Verzerrung ist das, was als "Kraft" wahrgenommen und gemessen wird. In einem solchen Modell bewegt sich die Materie als Reaktion auf die Krümmung der Raumzeit auf bestimmte Weise. Man kann entweder sagen, dass es keine Gravitationskraft gibt, oder dass die Gravitation eine fiktive Kraft ist.