Gyeongju (경주) ist eine Küstenstadt in der südöstlichen Ecke der Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea. Sie ist die zweitgrößte Stadt in der Provinz (Andong ist die erste Stadt). Laut der Volkszählung von 2008 ist sie 1.324 km2 (511 Quadratmeilen) groß, und 269.343 Menschen leben in der Stadt. Aus dem Südosten ist Gyeongju 370 km (230 mi) von Seoul und aus dem Osten 55 km (34 mi) von der Provinzhauptstadt Daegu entfernt. Cheongdo und Yeongcheon liegen auf der Westseite der Stadt. Ulsan liegt auf der Südseite, und Pohang liegt im Norden. Im Osten befindet sich die Küste des Japanischen Meers (Ostsee). Viele niedrige Berge umgeben die Stadt. Sie sind Teil des Taebaek-Gebirges.
Gyeongju war die Hauptstadt des alten Königreichs Silla (57 v. Chr. - 935 n. Chr.). Silla herrschte zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert über den größten Teil der koreanischen Halbinsel, und viele archäologische Stätten aus dieser Zeit befinden sich noch heute in der Stadt. Aus diesem Grund wird Gyeongju oft als "das Museum ohne Mauern" bezeichnet. Beispielsweise wurden die historischen Gebiete von Gyeongju und das Volksdorf Yangdong von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die vielen wichtigen historischen Stätten haben dazu beigetragen, dass Gyeongju bei Touristen zu einem der beliebtesten Orte Koreas geworden ist.
Im Jahr 1995 wurden die Stadt Gyeongju und der Kreis Gyeongju zusammengelegt. Es gibt 53 weitere kleine und mittelgroße Städte mit etwa 300.000 oder weniger Einwohnern in Südkorea. Heute wird Gyeongju nicht nur durch seine Geschichte beeinflusst, sondern auch durch die wirtschaftlichen, demographischen und sozialen Veränderungen in der südkoreanischen Kultur. Seine Wirtschaft basiert hauptsächlich auf dem Tourismus. Das verarbeitende Gewerbe hat sich auch deshalb entwickelt, weil Gyeogju in der Nähe großer Industriestädte wie Ulsan und Pohang liegt. Es ist auch an Eisenbahnen und Autobahnen angeschlossen, die häufig von Touristen genutzt werden.