Antisoziale Persönlichkeitsstörung (ASPD) ist eine Persönlichkeitsstörung, bei der sich eine Person nicht an sozial akzeptiertes Verhalten hält. Menschen mit dieser Störung missachten oft soziale Normen oder die Rechte anderer Menschen. Andere Bezeichnungen für die Erkrankung sind Soziopathie und dissoziale Persönlichkeitsstörung (DPD). Aufgrund der vielen Definitionen von Soziopathie wird dieses Wort jedoch nicht mehr in einem medizinischen Kontext verwendet.
Das ASPD-Muster beginnt in der Kindheit oder Jugend und setzt sich bis ins Erwachsenenalter fort. Menschen mit ASPD haben kein Gewissen und keinen Sinn für Moral, obwohl die große Mehrheit weiß, was richtig und was falsch ist. Menschen mit ASPD begehen oft Straftaten, haben rechtliche Probleme und zeigen ein Verhalten, das aggressiv und in der großen Mehrheit der Fälle impulsiv, rücksichtslos und destruktiv ist. Etwa drei Prozent der Männer und ein Prozent der Frauen haben ASPD.