Johann Palisa — österreichischer Entdecker zahlreicher Asteroiden
Porträt des Astronomen Johann Palisa (1848–1925): Leben, Arbeitsweise, seine 122 Asteroidenentdeckungen und die nach ihm benannten Ehrenzeichen in Sonne, Erde und Mond.
Johann Palisa (6. Dezember 1848 – 2. Mai 1925) war ein bedeutender österreichischer Astronom, geboren in Troppau (damals Österreichisch-Schlesien, heute Teil der Tschechischen Republik). Sein wissenschaftliches Wirken konzentrierte sich auf die Beobachtung und Bahnbestimmung kleiner Körper im Sonnensystem; über rund fünf Jahrzehnte trug er durch sorgfältige visuelle Messungen wesentlich zur Kenntnis der Asteroiden bei.
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4 BilderLeben und beruflicher Hintergrund
Palisa arbeitete an verschiedenen Observatorien und nutzte die damals verfügbaren Refraktor- und Spiegelteleskope sowie systematische Himmelskartierungen. In der Fachliteratur wird er häufig im Zusammenhang mit der Sternwarte genannt, an der er tätig war. Sein Ansatz war geprägt von wiederholten Sichtbeobachtungen, Positionsmessungen und dem Abgleich mit Sternkatalogen, wodurch er zahlreiche bislang unbekannte Objekte identifizierte.
Entdeckungen und Bedeutung
Insgesamt werden Johann Palisa 122 bestätigte Entdeckungen von Asteroiden zugeschrieben, mit Beobachtungen, die sich von 1874 bis 1923 erstrecken. Zu den bekannteren Objekten, die ihm zugeschrieben werden, zählen unter anderem:
- 153 Hilda
- 216 Kleopatra
- 243 Ida
- 253 Mathilde
- 324 Bamberga
- der Amor-Typ 719 Albert
Arbeitsweise und technische Hinweise
Palisa arbeitete weitgehend visuell: Beobachtungen bei klarer Nacht, genaue Messung der Position gegenüber Hintergrundsternen und anschließende Berechnung der Bahnelemente. Diese Praxis entsprach der üblichen Methode des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, bevor fotografische und später digitale Verfahren dominierend wurden. Seine Fähigkeit, wiederholt schwache, sich bewegende Punkte am Himmel zu identifizieren, machte ihn zu einem sehr produktiven Entdecker in einer Zeit, in der Geduld und Routine entscheidend waren.
Ehrungen und Nachwirkung
Für seine Leistungen wurde Palisa durch Benennungen geehrt: Der Asteroid 914 Palisana trägt seinen Namen, ebenso existiert der Palisa-Krater auf dem Mond. Solche Widmungen sind üblich, um die historische Bedeutung von Beobachtern und Entdeckern in der astronomischen Gemeinschaft anzuerkennen. Palisas Arbeiten bildeten zugleich eine Grundlage für spätere systematische Asteroidenforschung und Bahnberechnungen.
Heute wird Palisa in der Geschichte der Astronomie als Beispiel für die Übergangszeit zwischen rein visueller Himmelsforschung und modernen fotografischen Methoden gesehen. Seine Entdeckungen sind weiterhin Teil der Kataloge kleiner Körper und liefern Daten, die in Studien über Zusammensetzung, Bahnverhalten und Dynamik des Asteroidengürtels von Bedeutung sind.
Frühe Arbeiten
Von 1866 bis 1870 studierte Palisa Mathematik und Astronomie an der Universität Wien; sein Studium schloss er jedoch erst 1884 ab. Trotzdem war er bereits 1870 Assistent an der Universitätssternwarte und erhielt ein Jahr später eine Stelle an der Sternwarte in Genf. Wenige Jahre später, 1872, im Alter von 24 Jahren, wurde Palisa Leiter des Österreichischen Marineobservatoriums in Pola. Während seines Aufenthalts in Pola fand er am 18. März 1874 seinen ersten Asteroiden, 136 Österreich. Daneben fand er siebenundzwanzig Kleinplaneten und einen Kometen. Während seines Aufenthalts in Pola benutzte er ein kleines Sechs-Zoll-Refraktorteleskop, um seine Forschungen zu unterstützen.
Familie
Palisa benannte einige der Asteroiden nach seiner Familie: (320) Katharina nach seiner Mutter, Katharina, (321) Florentina nach seiner Tochter Florentine. Seine zweite Frau ist Anna.
Fragen und Antworten
F: Wer war Johann Palisa?
A: Johann Palisa war ein österreichischer Astronom, der in Troppau im österreichischen Schlesien (heute in der Tschechischen Republik) geboren wurde.
F: Wofür war Johann Palisa bekannt?
A: Johann Palisa war bekannt dafür, dass er ein guter Finder von Asteroiden war. Er fand insgesamt 122 Asteroiden, von 136 Austria im Jahr 1874 bis 1073 Gellivara im Jahr 1923.
F: Können Sie einige bemerkenswerte Asteroiden nennen, die von Johann Palisa gefunden wurden?
A: Zu den bemerkenswerten von Johann Palisa gefundenen Asteroiden gehören 153 Hilda, 216 Kleopatra, 243 Ida, 253 Mathilde, 324 Bamberga und der Amor-Asteroid 719 Albert.
F: Wurde etwas nach Johann Palisa benannt?
A: Ja, der Asteroid 914 Palisana und der Palisa-Krater auf dem Mond wurden ihm zu Ehren benannt.
F: Wann wurde Johann Palisa geboren?
A: Johann Palisa wurde am 6. Dezember 1848 geboren.
F: Wann ist Johann Palisa gestorben?
A: Johann Palisa starb am 2. Mai 1925.
F: Welche Nationalität hatte Johann Palisa?
A: Johann Palisa war Österreicher.
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Autor
AlegsaOnline.com Johann Palisa — österreichischer Entdecker zahlreicher Asteroiden Leandro Alegsa
URL: https://de.alegsaonline.com/art/50512
Quellen
- astrometrica.at : "Johann Palisa, the most successful visual discoverer of asteroids"
- link.springer.com : Dictionary of Minor Planet Names – (320) Katharina
- link.springer.com : Dictionary of Minor Planet Names – (321) Florentina
- link.springer.com : Dictionary of Minor Planet Names – (996) Hilaritas
- adsabs.harvard.edu : "Anzeige des Todes von Johann Palisa"
