Die amerikanische Schauspielerin und Sängerin Judy Garland ist eine schwule Ikone. In den 1950er Jahren erlangte sie den Status einer Ikone. Zu dieser Zeit bewunderten Schwule ihr Talent als Darstellerin und ihren Wert als Camp-Figur. Sie wurde oft in Drag-Revues parodiert. Ihre Kämpfe mit Drogen, Alkohol und persönlichen Beziehungen während ihres Erwachsenseins spiegelten ähnliche Kämpfe unter städtischen, geschlossenen Schwulen in derselben Zeit wider. Garlands Rolle als Dorothy Gale in Der Zauberer von Oz könnte der Grundstein für ihren ikonischen Status sein. Nach ihrem Tod 1969 und den Unruhen in Stonewall begann Garlands Status als Schwulenikone zu schwinden. Junge schwule Männer nahmen ihre sexuelle Orientierung eher mit Stolz als mit Scham an und konnten oder wollten sich nicht mit Garlands melodramatischer Opferrolle und seinem Emotionalismus identifizieren.