Lapdance: Definition, Arten, Gesetze & Kritik im Stripclub

Lapdance erklärt: Definition, Arten, gesetzliche Regelungen und Kritik im Stripclub – kompakter Leitfaden zu Kontaktniveaus, Preisen, Privaträumen und gesellschaftlicher Debatte.

Autor: Leandro Alegsa

Ein Lapdance ist eine Form der Sexarbeit, die in manchen Strip-Clubs angeboten wird. Dabei führt eine Tänzerin oder ein Tänzer einen erotischen Tanz vor einem sitzenden Kunden auf, indem sie/er entweder mit dem Körper direkten Kontakt zum Kunden herstellt (sog. Kontakttanz) oder sehr nah an ihm vorbeitanzt. Lapdances können Teil eines Clubprogramms auf der Bühne sein oder in privaten Bereichen wie einem "Champagnerraum" stattfinden.

Arten von Lapdances

Es gibt mehrere Varianten, die sich vor allem in Ort, Nähe und Kostüm unterscheiden:

  • Couchdance: Kunde sitzt auf einer Couch, Tänzerin/Tänzer bewegt sich eng um ihn herum.
  • Beddance: Kunde liegt auf einem Bett; die Darbietung findet häufiger in privaten Räumen statt.
  • Stage-Lapdance: Kurze, auf der Bühne ausgeführte Tänze als Blickfang für Gäste.
  • Blocksitzungen / Private Sessions: Meist halb- bis einstündige Buchungen in separaten Räumen, oft mit Getränken; in manchen Clubs als "Champagnerraum" bezeichnet.
  • Nackt, oben ohne oder bekleidet: Die Kleidung variiert je nach lokalen Vorschriften und Clubregeln – von nackt über oben ohne bis zu Bikini oder Dessous.

Ablauf und Bezahlung

In vielen Clubs werden Lapdances pro Lied, pro Minute oder als Paket (z. B. eine halbe Stunde im privaten Raum) abgerechnet. Häufig bezahlt der Kunde direkt an die Tänzerin/den Tänzer oder an die Barkasse; in manchen Clubs nehmen Tänzerinnen/Stripper zuvor gezahlte Bühnengelder oder Stückelosgebühren an den Club ab. Die Gebühren variieren stark je nach Standort des Clubs, Ruhm der Künstlerin/des Künstlers und Art der privaten Sitzung.

Gesetze, Regelungen und Durchsetzung

Ob und wie Lapdances erlaubt sind, hängt von der lokalen Rechtsprechung und den kommunalen Standards ab. Relevante Regelungsbereiche sind unter anderem:

  • Altersbeschränkungen (Mindestalter 18+ in vielen Ländern)
  • Vorschriften zu öffentlicher Nacktheit und erlaubter Bekleidung
  • Regeln zu Körperkontakt: Manche Orte erlauben Berührung durch die Tänzerin/des Tänzers, andere verbieten jeglichen Kontakt
  • Lizenz- und Genehmigungspflichten für Clubs, Regelungen zu Privat- bzw. VIP-Räumen
  • Alkohol- und Sicherheitsauflagen, Kameraverbote und Hygienevorgaben

Die praktische Durchsetzung dieser Regeln variiert stark: Manche Clubs überwachen und ahnden Verstöße konsequent, andere tolerieren mehr Freiraum, was zu inoffiziellen Absprachen zwischen Kunden und Tänzerinnen/Tänzern führen kann. Insgesamt empfiehlt es sich, lokale Bestimmungen zu prüfen oder beim Club nachzufragen, bevor man eine private Sitzung bucht.

Sicherheit, Gesundheit und Rechte der Tänzerinnen/Tänzer

  • Einvernehmlichkeit und Grenzen: Klare Regeln und Kommunikation sind zentral. Tänzerinnen/Tänzer sollten das Recht haben, Grenzen jederzeit durchzusetzen.
  • Physische Sicherheit: Clubs sollten Sicherheitspersonal, Notfallpläne und sichere Zahlungswege bieten.
  • Gesundheit: Zwar besteht bei Lapdances kein erhöhtes Risiko für sexuell übertragbare Infektionen durch direkten Körperkontakt allein, trotzdem sind Prävention und Zugang zu Gesundheitsdiensten wichtig.
  • Arbeitsrechte: Fragen wie Beschäftigungsstatus (Angestellte vs. Selbständige), faire Bezahlung, Arbeitszeiten und Zugang zu sozialen Leistungen sind zentrale Themen in der Branche.

Kritik und Debatten

Kritikerinnen und Kritiker bemängeln, dass Lapdancing die Sexualisierung von Menschen fördert, Machtungleichgewichte verstärken und in manchen Fällen Ausbeutung begünstigen kann. Insbesondere wird die Einrichtung dunkler Privatkabinen, die Erhebung hoher Bühnenhonorare und die soziale und wirtschaftliche Lage vieler Tänzerinnen als problematisch angesehen. Laut der britischen Zeitung The Guardian "zeigen Untersuchungen, dass die Mehrheit der Frauen durch Armut und Mangel an anderen Berufen" zu Lapdance-Tänzerinnen werden.

Gleichzeitig betonen Befürworterinnen und Befürworter das Recht der Beschäftigten, ihren Beruf selbstbestimmt auszuüben, und sehen in manchen Formen des Lapdancings eine Möglichkeit, Einkommen zu erzielen und Kontrolle über die eigene Arbeit zu behalten. Die Debatte umfasst also sowohl Aspekte von Selbstbestimmung und Arbeitsrecht als auch Fragen von Sexismus und ökonomischem Zwang.

Tipps für Gäste (Etikette)

  • Informieren Sie sich vorab über die Hausregeln eines Clubs (Berührungsregeln, Fotografierverbot, Dresscode).
  • Respektieren Sie klar gesetzte Grenzen; Konsens gilt immer.
  • Vermeiden Sie das Mitbringen von Kameras oder Handys in private Bereiche.
  • Tragen Sie zu angemessenen Trink- und Verhaltensweisen bei – übermäßiger Alkoholkonsum kann zu Konflikten führen.
  • Tippkultur: Trinkgelder sind häufig ein wichtiger Teil des Einkommens der Tänzerinnen/Tänzer; informieren Sie sich, wie das im jeweiligen Club üblich ist.

Fazit

Lapdance ist eine facettenreiche Praxis mit vielen Ausprägungen und starken Unterschieden in Regelung, kultureller Akzeptanz und Arbeitsbedingungen. Wichtige Aspekte sind Schutz der Beschäftigten, Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, klare Kommunikation von Grenzen und die gesellschaftliche Diskussion über Machtverhältnisse und ökonomische Zwänge. Wer einen Lapdance buchen oder anbieten möchte, sollte sich sowohl über die lokalen rechtlichen Rahmenbedingungen als auch über Sicherheits- und Etikette-Regeln informieren.

Eine Sexarbeiterin führt einen Lapdance für einen auf einer Couch liegenden Mann aufZoom
Eine Sexarbeiterin führt einen Lapdance für einen auf einer Couch liegenden Mann auf

Fragen und Antworten

F: Was ist ein Schoßtanz?


A: Ein Schoßtanz ist eine Art von Sexarbeit, die in einigen Stripclubs angeboten wird. Dabei führt eine Tänzerin einen erotischen Tanz aus, bei dem sie entweder ihren Körper mit einem sitzenden Gast berührt oder sich in dessen unmittelbarer Nähe befindet.

F: Was sind die verschiedenen Arten von Lapdance?


A: Zu den verschiedenen Arten von Schoßtänzen gehören Couch-Tänze, bei denen der Kunde auf einer Couch sitzt, und Bett-Tänze, bei denen der Kunde auf einem Bett liegt. In einigen Clubs können Sie in privaten Räumen, den so genannten Champagner-Zimmern, Blocksessions mit Lapdances buchen.

F: Wie lange dauert ein typischer Lapdance?


A: Die Dauer der meisten Schoßtänze richtet sich in der Regel nach der Länge des Liedes, das der DJ des Clubs spielt.

F: Kommt es bei Lapdances zu Kontakten zwischen Gästen und Tänzern?


A: Je nach den örtlichen Gesetzen und den Clubrichtlinien kann es während des Lapdance zu Berührungen zwischen Gästen und Tänzerinnen kommen oder auch nicht. Einige Clubs verbieten jegliche Berührung durch Gäste, während in anderen Clubs der Grad des Kontakts zwischen den Teilnehmern ausgehandelt werden kann.

F: Gibt es Kritik an bestimmten Aspekten des Lapdance?


A: Ja, Kritiker haben behauptet, dass einige Clubbesitzer sexuelle Handlungen zwischen Kunden und Tänzern fördern, indem sie dunkle Privatkabinen einrichten und hohe Bühnengebühren für Tänzer verlangen, die in ihren Clubs arbeiten. Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass viele Frauen aufgrund von Armut und fehlenden anderen Beschäftigungsmöglichkeiten in diese Form der Sexarbeit verwickelt sind.

F: Ist es üblich, dass Leute Blockveranstaltungen für Lapdance buchen?


A: Ja, in einigen Clubs ist es üblich, Blockveranstaltungen von einer halben bis zu einer Stunde Dauer in privaten Räumen, den so genannten Champagnerräumen, zu buchen.


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