Leizu war eine legendäre chinesische Königin. Der Überlieferung nach entdeckte sie im 28. Jahrhundert v. Chr. die Seide und erfand den Seidenwebstuhl.
Leizu entdeckte Seidenraupen bei einem Spaziergang in der Nähe der Maulbeerbäume des Königs. Es gibt jedoch verschiedene Geschichten darüber, wie genau sie entdeckte, dass Seidenraupen Seide herstellen.
In einer Geschichte heißt es, dass sie mit dem Finger einen Wurm berührte und dabei einen Seidenfaden austreten ließ. Als die Seide weiter herauskam, wickelte sie ihn um ihren Finger. Als die Seide zu Ende ging, sah sie einen kleinen Kokon und erkannte, dass dieser Kokon die Quelle der Seide war.
Eine andere Geschichte besagt, dass sie Seidenraupen fand, die die Maulbeerblätter fraßen und Kokons spinnen. Sie sammelte einige Kokons und setzte sich dann zu einem Tee hin. Während sie an einer Tasse Tee nippte, ließ sie einen Kokon in das dampfende Wasser fallen. Ein feiner Faden begann sich von dem Kokon zu lösen. Leizu stellte fest, dass sie diesen weichen und schönen Faden um ihren Finger wickeln konnte.
Sie bat ihren Mann, ihr einen Maulbeerbaumhain zu schenken, in dem sie die Würmer aufbewahren könne, aus denen diese Kokons bestehen. Ihr wird die Erfindung der Seidenrolle zugeschrieben, die dünne Seidenfäden zu einem dickeren Faden verbindet, der stark genug zum Weben ist. Ihr wird auch die Erfindung des ersten Seidenwebstuhls zugeschrieben. Es ist nicht bekannt, wie viel, wenn überhaupt, von dieser Geschichte wahr ist, aber Historiker wissen, dass Seide zuerst in China hergestellt wurde. Leizu teilte das, was sie herausfand, mit anderen, und das Wissen wurde allgemein bekannt.