Die Lombarden waren ein germanisches Volk, das den größten Teil der italienischen Halbinsel von 568 bis 774 regierte. Sie selbst dachten, dass sie ursprünglich aus Südskandinavien stammten. In der Antike hatten sie die Natur angebetet, später aber verehrten die Langobarden Odin. Sie ließen sich zu Ehren Odins lange Bärte wachsen und wurden als "Langobarden" bekannt, was "lange Bärte" bedeutet.

Um 560 n. Chr. wurde Audoin, der ihr Anführer und Krieger war, von seinem Sohn Alboin, einem jungen und energischen Führer, abgelöst. Er besiegte einige benachbarte Stämme, und dann führte Alboin im Frühjahr 568 die lombardische Migration nach Italien an. In der Geschichte der Langobarden heißt es: "Dann eilten die Langobarden, nachdem sie Pannonien verlassen hatten, mit ihren Frauen und Kindern und all ihren Gütern nach Italien, um es in Besitz zu nehmen".

Als sie nach Italien kamen, folgten die meisten Langobarden noch ihrer alten Religion, aber einige waren arische Christen. Die meisten von ihnen nahmen später orthodoxe christliche Ansichten an. In späteren Jahren kämpften sie mit den Franken und später mit den Muslimen. Auch die Normannen kämpften zwischen 1017 und 1078 n. Chr. mit ihnen. Infolgedessen bestand Italien bis in die Neuzeit aus vielen kleinen Staaten.