Louise de Coligny (Châtillon-sur-Loing, 23. September 1555 - Fontainebleau, 13. November 1620) war die vierte Ehefrau von Prinz Wilhelm dem Schweigenden. Sie war die Tochter eines bedeutenden französischen protestantischen Führers, Gaspard de Coligny, und war die vierte Ehefrau von Prinz Wilhelm dem Stummen.
Sie heiratete 1571 Charles de Téligny, als sie 16 Jahre alt war. Er war ein protestantischer Diplomat, der auch mit dem französischen König Charles IX. befreundet war. Sowohl ihr Vater als auch ihr Ehemann wurden 1572 während des Massakers am St. Bartholomäustag getötet.
Im Jahr 1583 heiratete sie (27) Wilhelm den Stummen in Antwerpen. Sie wurde die Prinzessin von Oranien. Ihr Sohn Frederik Hendrik wurde am 29. Januar 1584 geboren. Am 10. Juli desselben Jahres wurde Wilhelm von dem Katholiken Balthasar Gerards erschossen und starb.
Sie blieb mit ihren 6 Stieftöchtern in den Niederlanden. 1619 bat sie ihren Stiefsohn Maurits, die Hinrichtung des hochgestellten Johan van Oldenbarnevelt zu stoppen, aber er hörte nicht auf sie. Daraufhin verließ sie Holland und ging nach Frankreich, wo sie (65) 1620 starb. Am 24. Mai 1621 wurde sie in der Krypta des Hauses von Oranien-Nassau in der Neuen Kirche in Delft beigesetzt.

