Mariano José de Larra (24. März 1809 - 13. Februar 1837) war ein für seine Satire bekannter spanischer Schriftsteller der Romantik und vielleicht der beste Prosaautor des Spaniens des 19.

Er wurde in Madrid geboren; sein Vater diente als Arzt in der französischen Armee, und als afrancesado war er 1812 gezwungen, die Halbinsel mit seiner Familie zu verlassen. 1817 kehrte Larra nach Spanien zurück, da er weniger Spanisch als Französisch sprach. Sein Wesen war ungeordnet, seine Ausbildung unvollkommen, und nach vergeblichen Versuchen, einen Abschluss in Medizin oder Jura zu erlangen, heiratete er im Alter von zwanzig Jahren unüberlegt, brach mit seinen Verwandten und wurde Journalist.

Am 27. April 1831 brachte er sein erstes Stück No más mostrador heraus, das auf zwei Stücken von Scribe und Dieulafoy basiert. Obwohl es an Originalität mangelt, ist es brillant geschrieben und hat viele Jahre lang die Bühne gehalten. Am 24. September 1834 inszenierte er Macías, ein Stück nach seinem eigenen historischen Roman El doncel de don Enrique el Doliente (1834).

Das Drama und der Roman sind als Experimente interessant, aber Larra war im Wesentlichen ein Journalist, und die größere Freiheit der Presse nach dem Tod Ferdinands VII. gab seinem ätzenden Talent ein größeres Feld. Er war bereits unter den Pseudonymen Juan Pérez de Munguía und Fígaro bekannt, die er in El Pobrecito Hablador und La Revista Española verwendete. Madrid lachte über seinen grimmigen Humor; die Minister fürchteten seine vitriolische Feder und hofierten ihn eifrig; er verteidigte den Liberalismus gegen die Rebellion der Karlisten; er wurde zum Abgeordneten für Ávila gewählt, und eine große Karriere schien vor ihm zu liegen. Doch die Ära des militärischen pronunciamientos ruinierte seine persönlichen Aussichten und seine patriotischen Pläne. Seine Schriften wurden düsterer, häusliche Unruhen verstärkten seinen Pessimismus, und als Folge einer katastrophalen Liebesaffäre beging er im Februar 1837 Selbstmord, indem er sich erschoss.

Larra lebte lange genug, um sich im 19. Jahrhundert als der größte Prosaautor zu erweisen, den Spanien zu bieten hat. Er schrieb mit großer Geschwindigkeit mit der ständigen Furcht vor dem Zensor vor Augen, aber von Eile ist in seinem Werk keine Spur zu erkennen, und die Geschicklichkeit, mit der er seine Giftschächte zielt, ist erstaunlich. Sein politischer Instinkt, sein Ideenreichtum und sein gewaltsamer, beißender Stil hätten ihm zu jeder Zeit und in jedem Land eine führende Stellung verschafft; in Spanien und in seiner eigenen Zeit haben sie ihn jenseits aller Rivalität platziert.