Die Oyster-Card ist eine Form des elektronischen Fahrscheins, der für die öffentlichen Verkehrsmittel in London verwendet wird. Sie wird von Transport for London gefördert und ist auf einer Reihe verschiedener Verkehrssysteme in ganz London gültig, darunter die Londoner U-Bahn, Busse, die Docklands Light Railway (DLR), die London Overground, Straßenbahnen, einige Flussschifffahrtsdienste und die meisten nationalen Bahnverbindungen innerhalb der Londoner Tarifzonen. Noch wichtiger ist, dass sie der Travelcard, einem Ableger der ursprünglichen Londoner E-Payment-Karten, sehr ähnlich ist.
Eine Standard-Oyster-Karte ist eine blaue Speicherkarte im Kreditkartenformat, die eine Vielzahl von Einzelfahrscheinen, Zeitkarten und Reisegenehmigungen enthalten kann, die vor der Reise auf die Karte gelegt werden müssen. Es handelt sich auch um eine kontaktlose Chipkarte, die Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen aus dem Verkehrssystem an ein elektronisches Lesegerät berühren müssen, um sie zu validieren oder Geld abzuziehen. Die Karten können persönlich an zahlreichen Verkaufsstellen, bei wiederkehrenden Zahlstellen oder beim Online-Kauf "aufgeladen" werden. Die Karte soll die Zahl der Transaktionen an den Fahrkartenschaltern und die Zahl der im Londoner Verkehrsnetz verkauften Einzelfahrkarten auf Papier reduzieren. Die Verwendung wird dadurch gefördert, dass für Oyster wesentlich günstigere Tarife angeboten werden als für die Bezahlung mit Bargeld.
Die Karte wurde erstmals im Juli 2003 mit einem begrenzten Funktionsumfang an die Öffentlichkeit ausgegeben, und es gibt weiterhin eine schrittweise Einführung weiterer Funktionen. Bis Juni 2010 wurden mehr als 34 Millionen Oyster-Karten ausgegeben, und mehr als 80% aller Fahrten auf den Linien von Transport for London nutzten die Oyster-Karte.

