Sheev Palpatine (auch bekannt als der Imperator und Darth Sidious) ist eine fiktive Figur aus dem Star Wars-Universum und gilt als einer der zentralen Antagonisten der Saga. Als versierter Politiker und mächtiger Sith-Lord führte er die heimliche Zerstörung der Republik und die Errichtung des Galaktischen Imperiums herbei. Zu seinen bekanntesten Machtfähigkeiten zählen die sogenannten Machtblitze (häufig auch „Force Lightning“ genannt), die in mehreren Filmen zu sehen sind; optisch werden sie meist als blau-violette Energieentladungen dargestellt.
Darstellung und erste Auftritte
Die Rolle des Palpatine wird von Ian McDiarmid gespielt. Sein erster klarer Auftritt in den ursprünglichen Filmen erfolgte in Die Rückkehr der Jedi (Episode VI), nachdem in der Erstausstrahlung der Original-Trilogie in Episode V nur seine Stimme bzw. eine kurze, nicht physische Präsenz angedeutet wurde. Später kehrte McDiarmid für die Prequel- und Sequel-Trilogien zurück, um die Entwicklung und das Schicksal der Figur weiterzuführen.
Politischer Aufstieg und die Prequel-Trilogie
In Episode I, Die Phantom-Bedrohung, tritt Palpatine als Senator des Planeten Naboo auf. Hinter dieser öffentlichen Rolle verbirgt sich jedoch sein wahres Ich: der Sith-Lord Darth Sidious. Sidious folgt der Regel der Sith, die auf Täuschung, Machtergreifung und der Ausnutzung politischer Schwächen beruht. Er schürte Konflikte und Korruption im Galaktischen Senat, manipulierte diplomatische Krisen und nutzte die Unzufriedenheit verschiedener Fraktionen, um seine Macht schrittweise auszubauen. Sein erster bekannter Schüler in den Filmen ist Darth Maul, der in einem Duell mit Obi-Wan Kenobi getötet wird. Am Ende von Episode I wird Palpatine zum Obersten Kanzler gewählt und beginnt damit offen seinen Weg zur absoluten Macht.
Vom Kanzler zum Imperator
In Episode II, Angriff der Klone, eskaliert Palpatines Plan: heimlich lenkt er den entstehenden Konflikt, die sogenannten Klonkriege, und stellt damit gleichzeitig beide Seiten so, dass er als Retter und Stabilitätsgarant auftreten kann. Er verrät sich weiterhin nur selten als Sith und agiert hinter den Kulissen mit einem neuen Schüler, Count Dooku (Darth Tyranus), der die Separatisten und ihre Droidenarmee anführt. Dooku wird später in Episode III von Anakin Skywalker getötet, als Anakin bereits auf dem Weg zur dunklen Seite ist.
In Episode III, Die Rache der Sith, setzt Palpatine seine letzten Schritte um: Er veranlasst Anakin mit psychologischen Manipulationen, sich der dunklen Seite anzuschließen, löst die Order 66 aus, bei der die meisten Jedi durch die Klontruppen getötet werden, und befiehlt schließlich die Vernichtung der Republik. In einem direkten Duell kämpfte er gegen Yoda auf Coruscant; Yoda entkam knapp, während Palpatine die Grundlage für das erste Galaktische Imperium legte. Er wandelte die Republik in eine autoritäre Diktatur um und ernannte sich selbst zum Imperator.
Herrschaft und Fall
Als Imperator regierte Palpatine mit eiserner Hand: Er errichtete ein Netzwerk aus Macht und Furcht, setzte die militärische Macht des Imperiums und loyaler Vollstrecker wie Darth Vader ein, um Widerstand zu unterdrücken. Seine Herrschaft dauerte über zwei Jahrzehnte an. Am Ende von Die Rückkehr der Jedi (Episode VI) wird Palpatine schließlich von seinem einstigen Schüler Darth Vader getötet, der sich in einem letzten Akt der Erlösung gegen seinen Meister stellt und ihn in den Reaktorschacht des zweiten Todessterns stürzt.
Spätere Rückkehr und erweitertes Universum
In der offiziellen Fortsetzung der Filmreihe kehrt Palpatine in Der Aufstieg Skywalkers (Episode IX) in veränderter Gestalt wieder: Die Geschichte zeigt ihn als überlebenden, wiederaufgebauten oder geklonten Anführer eines neuen düsteren Plans. Diese Rückkehr wurde kontrovers diskutiert, aber sie verdeutlicht, wie dauerhaft die Figur als Symbol für das Böse und die Korruption in der Galaxis ist. Neben den Spielfilmen tritt Palpatine auch in Serien wie The Clone Wars und Star Wars Rebels sowie in zahlreichen Romanen, Comics und Spielen auf, die seine Intrigen, seine Schüler und seine Methoden weiter ausführen.
Charakter und Bedeutung
Palpatine ist charakterisiert durch extreme politische Klugheit, Geduld und skrupellose Manipulation. Er nutzt sowohl offizielle Ämter als auch geheime Sith-Lehren, um Macht zu sammeln. Seine Fähigkeit, politische Unsicherheiten auszunutzen, macht ihn zum Paradebeispiel dafür, wie Demokratien von innen heraus zerstört werden können. Seit dem Erscheinen von Die Rückkehr der Jedi ist Palpatine in der Popkultur zu einem weithin anerkannten Symbol des Bösen geworden – insbesondere als Verkörperung finsterer Täuschung, Autokratie und dem Missbrauch staatlicher Macht.
Seine wichtigsten Schüler in den Filmen sind Darth Maul, Count Dooku (Darth Tyranus) und Darth Vader; darüber hinaus beeinflusste seine Macht viele weitere Figuren und Organisationen innerhalb des erweiterten Universums. Palpatines Kombination aus politischem Genie, Sith-Künsten und rücksichtslosem Machtstreben macht ihn zu einer der komplexesten und einprägsamsten Figuren des Star Wars-Mythos.

