Die Bewegung für die Rechte des Autismus ist eine soziale Bewegung, die Veränderungen für autistische Menschen und ihre Betreuer will. Sie will, dass das Autismus-Spektrum von der Gesellschaft nur als ein Unterschied in der Fähigkeit akzeptiert wird, im täglichen Leben zu funktionieren. Sie glaubt nicht, dass Autismus eine psychische Störung ist, die geheilt werden muss.
Die Bewegung für die Rechte des Autismus ist manchmal umstritten. Sie argumentiert gegen den Glauben, dass die meisten Menschen mit Autismus eine niedrige Intelligenz haben. Einige Menschen in der Bewegung sind nicht der Meinung, dass dies wahr ist. Es besteht die Befürchtung, dass Fachleute, wie z.B. Sozialarbeiter, versuchen könnten, Autisten daran zu hindern, zu heiraten oder Kinder zu bekommen. Die Menschen in der Bewegung sagen auch, dass autistische Menschen nicht anders behandelt werden sollten als alle anderen.
Die Bewegung hat eine Vielzahl von Zielen:
- mehr Akzeptanz von autistischem Verhalten
- Behandlung, um Autisten beizubringen, wie sie mit dem täglichen Leben zurecht kommen
- gegen Heilmittel für Autismus
- Schaffung von mehr sozialen Netzwerken und Veranstaltungen für autistische Menschen, an denen sie nach Möglichkeit teilnehmen können
- die Anerkennung autistischer Menschen als Minderheitengruppe
Aktivisten für die Rechte des Autismus werden manchmal als Neurodiversitätsaktivisten bezeichnet. Neurodiversität ist ein Wort dafür, dass die Gehirne aller Menschen unterschiedlich sind. Autisten haben andere Gehirne als Menschen, die keinen Autismus haben. Menschen, die keinen Autismus haben, werden als neurotypische Menschen bezeichnet. Das Wort "Neurodiversität" wird dem Wort "Autismus" vorgezogen, weil es nicht besagt, dass Autismus eine Krankheit ist. Neurotypisch" wird anstelle von "normal" gesagt, weil die Menschen denken, dass "normal" besser bedeutet.