Slayer ist eine amerikanische Thrash-Metal-Band, die 1981 in Kalifornien gegründet wurde. Die Band wurde von den beiden Gitarristen Jeff Hanneman und KerryKing ins Leben gerufen. Kurz darauf komplettierten Tom Araya (Bass, Gesang) und Schlagzeuger Dave Lombardo die klassische Besetzung. Zusammen mit Metallica, Anthrax und Megadeth gehört Slayer zu den sogenannten „Big Four“ des Thrash Metal.

Geschichte

Slayer entstand Anfang der 1980er Jahre in der aufkeimenden kalifornischen Metalszene. Mit ihrem Debüt Show No Mercy (1983) schufen sie schnell einen Ruf für extrem schneller, aggressiver Gitarrenarbeit und kompromisslose Texte. Den internationalen Durchbruch brachte das 1986 erschienene Album Reign in Blood, produziert von Rick Rubin, das bis heute als Meilenstein des Thrash Metal gilt.

In den folgenden Jahrzehnten veröffentlichte die Band zahlreiche Alben, tourte weltweit auf großen Festivals und prägte mehrere Metal-Generationen. Line-up-Änderungen und persönliche Schicksalsschläge prägten die Band: Dave Lombardo verließ die Gruppe mehrfach und wurde zeitweise u. a. von Paul Bostaph ersetzt. Nach einem schweren Krankheitseinbruch kehrte Jeff Hanneman nur eingeschränkt zurück; er starb 2013. Seit 2011 übernahm Gary Holt (Exodus) bei Live-Auftritten den Part von Hanneman. Nach einer Abschiedstournee 2018–2019 gab die Band ihr offizielles Ende bekannt; das letzte Konzert fand im November 2019 in Los Angeles statt.

Stil und Themen

Die Musik von Slayer ist geprägt von sehr schnellem, präzisem Gitarrenspiel, harten Riffs und kurzen, intensiven Songs. Typisch sind aggressive Tempiwechsel, düstere Soli und eine rohe, unmittelbare Produktion. Lyrisch beschäftigen sich die Songs häufig mit extremen und kontroversen Themen wie Mörder, Satan, Religion und Krieg. Diese provokanten Texte führten wiederholt zu öffentlichen Debatten, Boykottaufrufen und Zensur, trugen aber auch zur mythischen Aura der Band bei.

Diskografie (Studioalben)

Slayer veröffentlichte im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Platten. Bedeutende Studioalben sind unter anderem:

  • Show No Mercy (1983)
  • Hell Awaits (1985)
  • Reign in Blood (1986)
  • South of Heaven (1988)
  • Seasons in the Abyss (1990)
  • Divine Intervention (1994)
  • Undisputed Attitude (1996)
  • Diabolus in Musica (1998)
  • God Hates Us All (2001)
  • Christ Illusion (2006)
  • World Painted Blood (2009)
  • Repentless (2015)

Neben diesen Studioalben erschienen mehrere Live- und Kompilations-Veröffentlichungen sowie ein Box-Set. Slayer war außerdem Stammgast auf großen Festivals weltweit und ihre Musik fand Eingang in verschiedene Videospiele und Popkultur-Formate.

Kontroversen, Auszeichnungen und Vermächtnis

Slayer polarisierte von Beginn an: Konzertabsagen, Demonstrationen und mediale Kritik begleiteten die Band wegen ihrer Texte und Coverbilder. Gleichzeitig erhielt sie Anerkennung innerhalb der Musikszene; die Gruppe gewann unter anderem Auszeichnungen und Grammys für einzelne Songs und galt lange Zeit als eine der einflussreichsten Bands des Extreme Metal.

Ihr Einfluss auf nachfolgende Generationen von Metal-Bands ist unbestritten: Die technische Härte, die Geschwindigkeit und die kompromisslose Ästhetik von Slayer gelten bis heute als prägendes Vorbild für Thrash-, Death- und Black-Metal-Bands weltweit.