Sterische Effekte sind die Effekte, die bei Molekülen auftreten, wenn Atome den Raum besetzen. Wenn Atome nahe beieinander platziert werden, kostet dies Energie. Die Elektronen in der Nähe der Atome wollen sich voneinander fern halten. Dies kann die Art und Weise, wie Moleküle reagieren wollen, verändern. Es kann auch die Form (oder Konformation) des Moleküls verändern. Der Raum, den eine Gruppe von Atomen einnimmt, wird als "sterische Masse" bezeichnet. Ein Beispiel für sterische Effekte ist die sterische Behinderung. Dies ist der Fall, wenn eine große Gruppe in einem Molekül dazu führt, dass Reaktionen nicht funktionieren. Zum Beispiel findet eine SN2-Reaktion nicht an Kohlenstoffatomen statt, die drei Substituenten haben. Die sterische Behinderung kann jedoch auch eine positive Sache sein. Manchmal möchten Chemiker, dass eine Reaktion an einem Ort stattfindet und nicht an einem anderen. Eine sperrige Gruppe kann eine Position blockieren. Sie kann auch die Form so verändern, dass nur ein Diastereomer aus einer Reaktion entsteht.
Sterische Effekte sind in der Regel kleiner als elektronische Effekte. Sie wirken sich ebenfalls auf die Form und die Reaktivität des Moleküls aus, aber sie entstehen durch die Art und Weise, wie Elektronen in Bindungen platziert werden.
