Nachhaltige Entwicklung ist eine Möglichkeit für die Menschen, Ressourcen zu nutzen, ohne dass die Ressourcen knapp werden. Es bedeutet, Entwicklung zu betreiben, ohne die Umwelt zu schädigen oder zu beeinträchtigen. Der von der Brundtland-Kommission verwendete Begriff definierte sie als Entwicklung mit Nachhaltigkeit, die "die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt und auch die Möglichkeiten künftiger Generationen beeinträchtigt, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen".
Jeder wünscht sich einen besseren Ort zum Leben. Einige Menschen wollen bessere Häuser und Wohnungen, während andere sich bessere Schulen, mehr Arbeitsplätze, bessere Geschäfte oder sauberere und sicherere Straßen wünschen. Andere wünschen sich vielleicht all diese Dinge. Was auch immer die Probleme in einer Nachbarschaft sind, sie lassen sich in der Regel in drei Gruppen einteilen. Menschen brauchen:
- eine bessere Umwelt - das bedeutet Grünflächen, Spielplätze, keine Abfälle, schöne Gärten, anständige Häuser, weniger Lärm und Verschmutzung. Die genutzten Ressourcen sollten sich über Generationen hinweg erneuern.
- eine bessere Wirtschaft - das bedeutet Arbeitsplätze, vernünftige Preise, billigere Wärme und Licht, keine Kredithaie
- bessere soziale Bedingungen - das bedeutet gute Freizeitmöglichkeiten, viele Gemeinschaftsgruppen, die Sport und Kunst anbieten, freundliche Nachbarn.
Aber vielen Menschen ist heute klar, dass wir, wenn wir ein Problem angehen wollen, wahrscheinlich auch die anderen angehen müssen. Es ist zum Beispiel unwahrscheinlich, dass neue Geschäfte in einem Gebiet eröffnet werden, in dem Kriminalität und Armut sehr hoch sind. Ebenso ist es unwahrscheinlich, dass die Kriminalität in einem Gebiet, in dem die Wohnverhältnisse verbessert wurden, zurückgeht, es sei denn, es sind Arbeitsplätze vorhanden. Es kann sein, dass Menschen in ein Gebiet ziehen, in dem Wohnraum und Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, aber wenn die Umgebung heruntergekommen ist und die öffentlichen Verkehrsmittel schlecht sind, werden sie vielleicht nicht bleiben wollen.
Dies ist nicht nur eine lokale Angelegenheit. Die gleichen Probleme stellen sich auf nationaler Ebene. Wenn die Regierungen der Welt die Armut bekämpfen wollen, müssen sie nicht nur Geld und Nahrungsmittelhilfe bereitstellen, sondern auch den Menschen vor Ort helfen, eine Ausbildung zu erhalten und Arbeit zu finden. Die Menschen brauchen auch eine sichere Umwelt mit angemessenen Wohnungen und Trinkwasser. Damit diese Dinge funktionieren, müssen die Regierungen auch dafür sorgen, dass die Menschen bei der Entscheidung darüber, was an ihrem Wohnort geschieht, eine wirksame Stimme haben.
Dieser Ansatz wird "nachhaltige Entwicklung" genannt. Obwohl dieser Ausdruck verwirrend sein kann, wird er heute in vielen Regierungsdokumenten und in Finanzierungsprogrammen verwendet. Nachhaltige Entwicklung besteht aus drei Teilen: ökologische Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und soziopolitische Nachhaltigkeit.
Im Mittelpunkt dieser Idee steht die Frage, wie die Bedürfnisse der Menschen erfüllt werden können - nach einem Zuhause, nach einer menschenwürdigen Arbeit, nach Bildung für ihre Kinder, nach einer guten Gesundheitsversorgung und nach einer sicheren und gesunden Wohngegend.
Die meisten Menschen in den reichen Nationen haben die meisten dieser Bedürfnisse, aber es gibt immer noch viele Menschen, die in Armut und in minderwertigen Wohnungen leben. Selbst wenn diese Grundbedürfnisse befriedigt werden, ist ihre "Lebensqualität" auf vielfältige Weise bedroht: durch Kriminalität, Umweltverschmutzung oder durch das Leben in Nachbarschaften, in denen sich niemand in der Behörde um sie zu kümmern scheint.
In vielen Bereichen gibt es Programme zur Förderung der "lokalen Nachhaltigkeit": Viele werden als "Lokale Agenda 21"-Pläne bezeichnet, benannt nach dem internationalen Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung der Agenda 21, der 1992 auf dem Erdgipfel der Vereinten Nationen vereinbart wurde.

