Ein Tachyon ist jedes hypothetische Teilchen, das sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen kann. Der Begriff "Tachyon" wurde 1967 von Gerald Feinberg geprägt.
Die meisten Wissenschaftler glauben nicht an die Existenz von Tachyonen. Einsteins Spezielle Relativitätstheorie besagt, dass nichts schneller als die Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden kann, während Tachyonen theoretisch ständig schneller als die Lichtgeschwindigkeit unterwegs sind. Wenn ein Tachyon existieren würde, hätte es eine imaginäre Zahl als seine Masse.
Im September 2011 wurde berichtet, dass sich ein Tau-Neutrino bei einer größeren Veröffentlichung des CERN schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegt habe; spätere Aktualisierungen des CERN zum OPERA-Projekt deuten jedoch darauf hin, dass die über dem Licht liegenden Messwerte auf "ein fehlerhaftes Element des faseroptischen Zeitmessungssystems des Experiments" zurückzuführen seien.
In der modernen Physik bezieht sich der Begriff "Tachyon" oft auf imaginäre Massenfelder und nicht auf Teilchen, die schneller als das Licht sind. Solche Felder spielen in der modernen Physik inzwischen eine wichtige Rolle.