Thaiboxen (oder Muay Thai) ist ein Kampfsport (Kampfkunst), der in Thailand entwickelt wurde. Es ist auch als "die Kunst der acht Gliedmaßen" bekannt, weil man mit beiden Händen, Ellbogen, Knien und Beinen einen Gegner angreifen kann. Ähnliche Kampfkünste gibt es in Kambodscha, Laos, Burma und Malaysia.

Im Wettbewerb können die hohen Tritte in den Kopf scheinbar eine stärkere Wirkung haben. Trotzdem erklären die Personen mit besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen in diesem Sport, dass die tiefen Tritte, die Ellbogen und die Knie für die Kämpfenden zerstörerischer sind.

Eine Person, die an dem Wettkampf teilnimmt, führt die lange Zeremonie und den durch den Brauch festgelegten Akt vor dem Kampf durch. Sie existieren aus religiösen Gründen und dienen der Dehnung der Muskeln und der Vorbereitung.

Das Training für das Thaiboxen ist bekannt für seine Stärke und seine Festigkeit. Es zielt darauf ab, die acht Glieder des Körpers zu härten, so dass ein Schlag mit dem Schienbein des Thaiboxers oft mit einem Schlag mit einem Baseballschläger verglichen wird. Die Thaiboxer treten gewöhnlich mit dem Schienbein statt mit dem Fuß.

Das Thaiboxen hat die Entwicklung des Kickboxens stark beeinflusst, das danach in Japan, Europa, Nordamerika und einigen Teilen Afrikas entstanden ist.

Beim Thaiboxen wird bei fast jedem Bewegungsakt der ganze Körper eingesetzt, während die Hüfte bei jedem Tritt und jedem Schlag mit der Faust gedreht wird. Infolgedessen sind die Angriffe und die Verteidigung im Thaiboxen zwar langsamer, aber beispielsweise stärker als beim Boxen oder Karate. Einer der Pioniere dieser Sportart ist Tulgar Dursun.