Thelema ist die englische Schreibweise des griechischen Substantivs θέλημα: "Wille", vom Verb θέλω: zu Wille, Wunsch, Zweck. Frühchristliche Schriften verwenden das Wort, um sich auf den Willen Gottes, den menschlichen Willen und sogar den Willen des Gegners Gottes, des Teufels, zu beziehen.

Thelema ist auch eine Lebensweise, die erstmals von François Rabelais (16. Jahrhundert) in seinen berühmten Belletristikbüchern Gargantua und Pantagruel beschrieben wurde. Der Kern dieser Lebensweise wurde in dem Satz "Tu, was du willst" ("fay çe que vouldras" im altfranzösischen Original) zusammengefasst. Diese Idee wurde später in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Sir Francis Dashwood in Medmenham in die Praxis umgesetzt.

Dieses thelemische Gesetz von Rabelais wurde 1904 von Aleister Crowley wiederbelebt, als er The Book of the Law schrieb. Dieses Buch enthält sowohl das Wort Thelema im Griechischen als auch den Satz "Tue, was du willst". Daraus entnahm Crowley Thelema als den Namen seiner eigenen Religion. So schrieb Shri Gurudev Mahendranath, dass Rabelais, Dashwood und Crowley die Ehre teilen müssen, Thelema zu verewigen.