Walter Johnson – legendärer Pitcher der Washington Senators (1887–1946)

Walter Johnson – legendärer Pitcher der Washington Senators, „The Big Train“. Rekordhalter mit zweitmeisten MLB-Siegen; Ikone des Baseball (1887–1946).

Autor: Leandro Alegsa

Walter Perry Johnson (6. November 1887 – 10. Dezember 1946) war Pitcher in der amerikanischen Major League Baseball. Er spielte 21 Jahre lang in den Major Leagues – seine gesamte aktive Spielerkarriere verbrachte er bei den Senatoren von Washington (Debüt 1907, Karriereende 1927). Anschließend war er von 1929 bis 1932 Manager der Senatoren und von 1933 bis 1935 Cheftrainer der Cleveland Indians. Bekannt war er vor allem dafür, dass er Bälle mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit und beständiger Kontrolle warf; deshalb erhielt er den Spitznamen "The Big Train". Johnson stellte zahlreiche Rekorde auf und gilt bis heute als einer der größten Pitcher in der Geschichte des Spiels.

Sportliche Höhepunkte und Statistiken

  • Karrieresiege: 417 – damit belegt er den zweiten Platz in der MLB‑Geschichte hinter Cy Young.
  • Strikeouts: mehr als 3.500 – eine für seine Zeit herausragende Zahl, die seine dominierende Schlagmänner‑Unterdrückung unterstreicht.
  • Karriere‑ERA: 2,17 – ein sehr niedriger Wert über eine lange Laufzeit.
  • Erfolge in Meisterschaftsspielen: wichtiger Bestandteil der Washington‑Mannschaft, die 1924 die World Series gewann.
  • Auszeichnungen: American League Most Valuable Player (MVP) 1913; 1936 als einer der ersten Spieler in die National Baseball Hall of Fame aufgenommen.

Spielweise

Johnson zeichnete sich durch einen extrem schnellen Fastball, außergewöhnliche Ausdauer und präzise Platzierung aus. Anders als viele seiner Zeitgenossen kombinierte er Power mit guter Kontrolle, weshalb er nicht nur viele Strikeouts sammelte, sondern auch vergleichsweise wenige freie Läufe (Walks) zuließ. Seine Fähigkeit, häufig komplette Spiele zu beenden, machte ihn zu einer verlässlichen Größe in der Pitching‑Rotation der Senators.

Trainerkarriere und späteres Leben

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn übernahm Johnson Führungsaufgaben als Manager. Seine Stationen als Trainer (Washington Senators, Cleveland Indians) zeugen davon, dass er sein Wissen an jüngere Spieler weitergeben wollte. Neben seinen Tätigkeiten im Profi‑Baseball blieb Johnson eine bekannte Persönlichkeit im US‑Sport und wurde für seine Leistungen vielfach geehrt.

Vermächtnis

Walter Johnson wird oft in Diskussionen um den besten Pitcher der Baseball‑Geschichte genannt. Seine Kombination aus Langlebigkeit, dominanter Würfe, beeindruckenden Statistiken und dem Beitrag zu einem World‑Series‑Titel hat ihm einen festen Platz im Kanon des Sports gesichert. 1936 war er einer der fünf Spieler der ersten Aufnahmeklasse in die Baseball Hall of Fame, ein Zeichen für die hohe Wertschätzung seiner Leistungen schon kurz nach seiner aktiven Zeit.

Johnson starb am 10. Dezember 1946. Sein Name und sein Stil bleiben für Baseball‑Fans und Historiker ein Synonym für herausragende Pitcher‑Leistungen in der frühen Ära des modernen Baseballs.

Frühes Leben

Walter Johnson wurde am 6. November 1887 auf einer Farm in der Nähe von Humboldt, Kansas, geboren. Seine Eltern waren Frank und Minnie Johnson, und er hatte fünf Geschwister. Als Johnson 14 Jahre alt war, zog seine Familie nach Orange County, Kalifornien. Später zog er nach Idaho, wo er für ein kleines Team aus Idaho Baseball spielte und für eine Telefongesellschaft arbeitete. Als jemand von den Washingtoner Senatoren ihn auf dem Spielfeld sah, schlossen sie 1907 einen Vertrag mit ihm ab.

Baseball-Karriere

Walter Johnson war bekannt dafür, ein "Power Pitcher" zu sein, d.h. er konnte den Ball sehr hart und schnell werfen. Sein Fastball war der Hauptgrund dafür, dass er so viel erreichen konnte, z.B. die meisten 3.509 Strikeouts in seiner Karriere und die meisten Shouts aller Zeiten. Außerdem gewann er zweimal, 1913 und 1924, die Auszeichnung als wertvollster Spieler der American League.

Nach dem Baseball

Nach seinem Rücktritt 1927 gehörte Johnson zu den ersten fünf Spielern, die 1936 in die Baseball Hall of Fame gewählt wurden. Später kandidierte er für einen Platz im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten, verlor aber die Wahl. Am 10. Dezember 1946 starb er in Washington, D.C. an einem Gehirntumor.



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