White Christmas ist ein amerikanischer Musicalfilm von 1954 mit Bing Crosby, Danny Kaye, Rosemary Clooney und Vera-Ellen in den Hauptrollen. Regie führte Michael Curtiz. Der Film wurde in VistaVision und Technicolor gedreht und enthält zahlreiche Lieder von Irving Berlin, darunter das Titellied "White Christmas". Diese Filmfassung präsentierte eine neue, für den Spielfilm arrangierte Version des Liedes, das Crosby bereits 1942 in dem Film Holiday Inn gesungen hatte.
Handlung (Kurzfassung)
Die Geschichte folgt zwei ehemaligen US-Armee-Bandmitgliedern, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Unterhaltungskünstler Karriere machen. Bob Wallace (Bing Crosby) und Phil Davis (Danny Kaye) treten als Gesangs- und Tanzduo auf. Nach einem erfolgreichen Auftritt in New York begegnen sie dem Schwestern-Duo Betty und Judy Haynes (Rosemary Clooney und Vera-Ellen). Aus Mitgefühl und Kameradschaft beschließen Bob und Phil, einem früheren Kommandeur, General Waverly, zu helfen und das heruntergekommene Gasthaus des Generals im Bundesstaat Vermont zu retten. Die von Liebes- und Missverständnissen geprägte Handlung führt schließlich zu einer großen Weihnachtsshow und dem berühmten Finale mit dem Lied "White Christmas".
Besetzung (Auswahl)
- Bing Crosby als Bob Wallace
- Danny Kaye als Phil Davis
- Rosemary Clooney als Betty Haynes
- Vera-Ellen als Judy Haynes
- weitere Rollen: der General und Mitglieder der Theater- und Showbranche
Musik und Choreographie
Die Filmmusik besteht ausschließlich aus Kompositionen von Irving Berlin. Zu den bekanntesten Nummern des Films gehören das Titellied "White Christmas" sowie eingängige Gesangs- und Tanzszenen, die das klassische Hollywood-Musical-Flair der 1950er Jahre zeigen. Vera-Ellen, eine gefeierte Tänzerin ihrer Zeit, liefert anspruchsvolle Tanzleistungen, während Bing Crosby als charismatischer crooner zentrale Gesangsauftritte hat. Einige Gesangspartien im Film wurden – wie damals im Studio üblich – teilweise von anderen Stimmen unterlegt.
Technik und Produktion
Der Film wurde von Paramount Pictures produziert und vertrieben. Er ist bemerkenswert, weil er als einer der ersten Filme in VistaVision veröffentlicht wurde. VistaVision war ein von Paramount entwickeltes Breitbildverfahren, das eine größere Negativfläche als das damals übliche 35-mm-Format nutzte (das Filmmaterial lief horizontal durch die Kamera). Dadurch entstanden feinkörnigere Negative, die zu hochwertigeren 35-mm-Standardkopien führten und ein schärferes Bild ermöglichten. Gedreht in Technicolor, bietet der Film kräftige Farben und detailreiche Bildkompositionen, die besonders in den Bühnen- und Tanzszenen zur Geltung kommen.
Rezeption und Wirkung
Bei seinem Erscheinen war White Christmas an den Kinokassen sehr erfolgreich und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil des weihnachtlichen Filmkulturguts in den USA und international. Zahlreiche Fernsehwiederholungen, dauerhaft beliebte Musikaufnahmen und spätere Theateradaptionen trugen dazu bei, dass der Film bis heute als Klassiker des Weihnachtsfilms gilt. Das Titellied selbst – ursprünglich 1942 von Bing Crosby aufgenommen – zählt zu den meistverkauften Singles der Musikgeschichte und ist eng mit dem Bild von Weihnachten in der Popkultur verbunden.
Sonstiges
- Laufzeit: etwa 120 Minuten (verschiedene Ausgaben können leicht abweichen).
- Der Film verbindet klassische Song-and-Dance-Nummern mit einer sentimentalen, familienfreundlichen Handlung, was ihn besonders für die Feiertagszeit geeignet macht.
- Das englische Wort movie wird im Amerikanischen manchmal anstelle des Wortes film verwendet. Beide Begriffe meinen dasselbe.
White Christmas bleibt ein Beispiel für das große Hollywood-Weihnachtsmusical: opulente Bühnenbilder, einprägsame Melodien von Irving Berlin und die charmanten Darsteller machten den Film zu einem langlebigen Publikumserfolg.



