Die NHL-Saison 1917-18 war die erste Saison der National Hockey League (NHL). Die Saison wurde in zwei Hälften geteilt, vom 19. Dezember bis zum 4. Februar und vom 6. Februar bis zum 6. März. Die Montreal Canadiens gewannen die erste Halbzeit und Toronto die zweite Hälfte. Die MontrealWanderers zogen sich Anfang Januar 1918 zurück, nachdem ihre Eishalle, die Westmount Arena, abgebrannt war. Toronto gewann das NHL-Playoff und gewann dann den Stanley Cup, indem es die Vancouver Millionaires des PCHA in einer Best-of-Five-Serie mit drei zu zwei Spielen besiegte.

Saisonhintergrund und Entstehung der Liga

Die NHL entstand im Herbst 1917 aus der Vorgängerliga NHA, nachdem es zwischen Teambesitzern zu unlösbaren Konflikten gekommen war. Vier der beteiligten Organisationen (Montreal Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und ein Team aus Toronto) gründeten die neue Liga; das Franchise der Quebec Bulldogs stand zwar formal weiter unter Vertrag, nahm aber an der Saison 1917/18 nicht teil. Die neue Liga markierte den Beginn der ununterbrochenen Entwicklung der nordamerikanischen Profiliga, die sich später zur heutigen NHL entwickelte.

Spielmodus und Verlauf

  • Die Saison war in zwei Halbzeiten geteilt; die Sieger jeder Halbzeit trafen anschließend in einem Ligafinale aufeinander, um den NHL-Champion zu ermitteln.
  • Durch den Brand der Westmount Arena am 2. Januar 1918 mussten die MontrealWanderers den Spielbetrieb einstellen. Dadurch verringerte sich die Teilnehmerzahl und der Spielplan musste angepasst werden.
  • Nachdem die Montreal Canadiens die erste Halbzeit und Toronto die zweite gewonnen hatten, trafen diese beiden Teams im NHL-Endspiel aufeinander. Toronto setzte sich durch und qualifizierte sich damit für die Stanley-Cup-Finalserie gegen das Champion-Team der PCHA.

Stanley Cup 1918

Im Stanley-Cup-Finale 1918 traf das NHL-Team aus Toronto auf die Vancouver Millionaires aus der PCHA. Die Finalserie wurde im Best-of-Five-Modus ausgetragen; Toronto gewann die Serie mit 3:2 Spielen und sicherte sich so den ersten Stanley Cup, der an ein Team der neuen NHL ging.

Bedeutende Spieler und Rekorde

  • Joe Malone (Montreal Canadiens) stach als Torschütze hervor und erzielte in dieser Saison bemerkenswerte Trefferzahlen, die ihn zum besten Torjäger machten.
  • Spieler wie Georges Vezina (Torhüter der Canadiens) und mehrere andere Pioniere des frühen Profi-Eishockeys prägten die Spiele dieser ersten NHL-Saison mit ihrem Stil und ihrer Robustheit.

Nachwirkung

Die Saison 1917/18 legte das Fundament der modernen NHL: organisatorisch, sportlich und durch die Etablierung des Stanley Cups als Austragungswettbewerb zwischen Ligen. Sie zeigt zugleich die Widrigkeiten der frühen Profiära – von Hallenbränden über Reise- und Finanzprobleme bis zu wechselnden Teamnamen und -strukturen. Toronto wurde der erste NHL-Champion und erster Stanley-Cup-Sieger der Liga, während die Montreal Canadiens die Saison als eines der prägenden Teams des jungen Wettbewerbs abschlossen.