Die pazifische Hurrikansaison 2006 war eine über dem Normalfall liegende Hurrikansaison mit 19 benannten Stürmen, von denen 11 Hurrikane und 6 schwere Hurrikane waren. Es war die aktivste Saison seit der pazifischen Hurrikansaison 2000. Offiziell begann sie am 15. Mai 2006 im östlichen Pazifik, der als Gebiet östlich von 140°W bezeichnet wird, und begann am 1. Juni 2006 im zentralen Pazifik, der zwischen der internationalen Datumsgrenze und 140°W liegt. Beide Jahreszeiten endeten offiziell am 30. November 2006. Diese Daten grenzen konventionell den Zeitraum eines jeden Jahres ein, in dem sich die meisten tropischen Wirbelstürme im östlichen Pazifikbecken bilden.
Überblick und statistische Einordnung
Die Saison 2006 lag deutlich über dem langjährigen Durchschnitt der Region. Mit insgesamt 19 benannten Stürmen, von denen 11 zu Hurrikanen und 6 zu schweren (Kategorie 3 oder höher) Hurrikanen wurden, gehörte sie zu den aktiveren Saisons der 2000er-Jahre. Im Vergleich zu früheren Jahren zeichneten sich sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität vieler Systeme als erhöht ab.
Hervorstechende Systeme
Mehrere Stürme der Saison erregten besondere Aufmerksamkeit, vor allem aufgrund ihrer Intensität oder ihres Verlaufs über dem offenen Meer. Im zentralen Pazifik entstand im Verlauf der Saison ein sehr starker Wirbelsturm, der in internationaler Berichterstattung hervorgehoben wurde und auf einige abgelegene Inseln Auswirkungen hatte. Generell blieben viele Stürme jedoch über dem offenen Ozean und entwickelten sich dort zu kräftigen Systemen.
Ursachen für die hohe Aktivität
- Überdurchschnittliche Meeresoberflächentemperaturen in weiten Teilen des östlichen und zentralen Pazifiks.
- Günstige atmosphärische Bedingungen wie vergleichsweise geringe vertikale Windscherung in Phasen der Saison.
- Großskalige klimatische Einflüsse (z. B. ENSO‑Zustand) können die Häufigkeit und Intensität von tropischen Wirbelstürmen im Pazifik fördern oder dämpfen; in 2006 trugen regionale Bedingungen zur erhöhten Aktivität bei.
Auswirkungen und Schäden
Obwohl viele Stürme hauptsächlich über offenem Wasser blieben, kam es lokal zu Beeinträchtigungen:
- Einige Systeme trafen Teile der mexikanischen Pazifikküste oder näherten sich Inselgruppen im zentralen Pazifik, wodurch Überschwemmungen, Erdrutsche und Sturmschäden verursacht wurden.
- Es gab Meldebarkeit von Sachschäden und vereinzelt Personenschäden; die meisten schweren Schäden traten dort auf, wo Küstenregionen von Landfällen betroffen waren oder starkem Regen ausgesetzt wurden.
Beobachtung und Warnwesen
Die saisonale Überwachung und Warnung lag in der Verantwortung des National Hurricane Center (NHC) für den östlichen Pazifik sowie des Central Pacific Hurricane Center (CPHC) für den zentralen Pazifik. Satellitenbeobachtungen, Schiffs- und Floaterdaten sowie numerische Wettermodelle ermöglichten Vorhersagen von Zugbahnen und Intensitätsentwicklungen, die für Vorwarnungen und Evakuierungen essenziell waren.
Vergleich und Bedeutung
Die pazifische Hurrikansaison 2006 zeigte, wie variabel tropische Wirbelsturmaktivität von Jahr zu Jahr sein kann. Saisons mit erhöhten Zahlen und mehreren starken Hurrikanen haben Bedeutung für Schifffahrt, Küsteninfrastruktur und Katastrophenvorsorge in den betroffenen Ländern. Die Saison von 2006 lieferte zudem wertvolle Daten für die Forschung zur Entstehung und Entwicklung intensiver tropischer Wirbelstürme im Pazifik.
Quellen und weiterführende Informationen
Ausführliche Jahresberichte, Bestätigungen zu einzelnen Stürmen und retrospektive Analysen wurden von den beteiligten Meteorologischen Diensten (u. a. NHC/CPHC) veröffentlicht. Für detaillierte Einträge zu einzelnen Systemen und zu statistischen Kennzahlen der Saison empfiehlt sich die Konsultation der offiziellen Nachsaison-Berichte dieser Institute.
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