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Der 51. Staat: Bedeutung, Kandidaten und Verfahren

Erklärung des Begriffs „51. Staat“, mögliche Kandidaten (Puerto Rico, DC, Territorien), rechtlicher Rahmen, historische Beispiele, Vorschläge zur Aufteilung bestehender Staaten und politische Folgen.

Begriff und allgemeine Bedeutung

Der Ausdruck „51. Staat“ bezeichnet allgemein ein Territorium oder Gebiet, das nicht zu den bestehenden 50 Bundesstaaten gehört, das aber gelegentlich als Kandidat für die Aufnahme in die Vereinigten Staaten genannt wird. In der amerikanischen Politik wird die Formulierung mal scherzhaft, mal ernsthaft gebraucht. Manchmal dient sie als pointierte Beschreibung für Staaten oder Gebiete, die de facto stark vom Einfluss der USA geprägt erscheinen; in solchen Zusammenhängen tauchen auch Witze über Kanada auf. Historisch gab es Anläufe mit anderen Nationen oder Gebieten — etwa Diskussionen in der frühen Republik, dokumentiert in den Articles of Confederation und späteren Debatten —, die jedoch nie zu einer tatsächlichen Aufnahme geführt haben.

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Rechtlicher Rahmen für Staatwerdung

Die Verfassung der Vereinigten Staaten gibt dem Kongress die Befugnis, neue Staaten aufzunehmen; in der Praxis geschieht dies durch Gesetzgebung und meist durch ein so genanntes Admission Act. Wichtiger Punkt: Ein neuer Staat, der ganz oder teilweise aus dem Gebiet eines bestehenden Staates entstehen soll, kann nicht ohne die Zustimmung der betroffenen Staatslegislatur sowie des Kongresses der Vereinigten Staaten gebildet werden. Die letzten beiden Eingliederungen neuer Staaten vor der Moderne waren Alaska und Hawaii im Jahr 1959; seither sind alle Debatten über zusätzliche Staaten an politische und rechtliche Hürden gebunden.

Kandidaten und Referenden

Als naheliegende Kandidaten für den Status eines 51. Staates werden regelmäßig genannt:

  • District of Columbia (Washington, D.C.), wegen seiner fehlenden vollen Vertretung im Kongress.
  • Puerto Rico, das als Commonwealth/Autonomes Gebiet mehrfach Volksentscheide über den Status abgehalten hat.
  • Andere US-Territorien wie Guam, die US-Jungferninseln, Amerikanisch-Samoa und die Nördlichen Marianen.

Puerto Rico führte in den letzten Jahren mehrere Statusabstimmungen durch; bedeutsame Abstimmungen fanden 2012, 2017 und 2020 statt, wobei das Ergebnis je nach Wahl und Fragestellung zugunsten der Staatlichkeit ausfallen konnte, aber die Umsetzung erfordert eine Entscheidung des Kongresses. Bei der Bewertung solcher Abstimmungen werden Wahlbeteiligung, Fragestellung und rechtlicher Charakter (bindend oder beraten) berücksichtigt.

Vorschläge zur Aufteilung bestehender Staaten

Alternativ zur Aufnahme eines Territoriums wurde wiederholt vorgeschlagen, aus einem bereits bestehenden Staat mehrere neue Staaten zu bilden, etwa zur Änderung politischer Repräsentation oder regionaler Identität. Bekannte Beispiele sind:

  • Diskussionen über die Teilung von Kalifornien (mit Hinweisen auf seinen Status als bevölkerungsreichster und oft auch als geografisch drittgrößter Staat), um unterschiedliche politische Interessen zu berücksichtigen.
  • Der historische und fortwährende Vorschlag eines Bundesstaates Jefferson, der Teile Nordkaliforniens und die südlichen Grafschaften von Oregon verbinden würde.
  • Vorschläge wie der Bundesstaat Lincoln, der östliche Teile von Washington und den nördlichen „Panhandle“ von Idaho zusammenfassen würde.
  • Regionaldebatten um Teile von Nebraska, die näher an Cheyenne (Hauptstadt von Wyoming) liegen als an Lincoln (Hauptstadt) — als Beispiel für praktische Gründe, die zur Neuordnung führen könnten.

Solche Pläne blieben meist auf politischer oder lokaler Ebene und erfordern sowohl Zustimmung der betroffenen Landesregierungen als auch gesetzgeberische Maßnahmen auf Bundesebene.

Politische und praktische Folgen

Die Aufnahme eines 51. Staates hätte weitreichende Konsequenzen: Sie beeinflusst die Zusammensetzung des Senats (zwei neue Senatoren), den Elektorenstand im Präsidentschaftswahlkollegium sowie Bundesmittelverteilung, Gerichtsbarkeiten und Verwaltungsstrukturen. Deshalb sind Parteinahmen, regionale Identität, wirtschaftliche Tragfähigkeit und kulturelle Faktoren zentrale Argumente in der Debatte. Gegner führen oft Kosten, Verfassungsfragen und mögliche Verschiebungen im politischen Gleichgewicht als Gegenargumente an; Befürworter betonen demokratische Gleichberechtigung, volle Repräsentation und Selbstbestimmung der betroffenen Bevölkerung.

In der Alltagssprache bleibt „51. Staat“ auch ein flexibles Schlagwort: Es bezeichnet sowohl ernsthafte Vorschläge zur Staatsbildung als auch ironische oder kritische Bemerkungen über Gebiete, die als eng mit den USA verbunden wahrgenommen werden. Ob und wann ein neues Gebiet den Status eines Bundesstaates erhält, ist vor allem eine Frage politischen Willens und eines verfassungsrechtlich korrekten Verfahrens.

Fragen und Antworten

F: Was ist der 51. Zustand?

A: Der 51. Staat bezieht sich auf einen Ort oder ein Gebiet, das nicht zu den 50 Staaten der Vereinigten Staaten gehört, aber von den Menschen als 51. Meistens geht es um die Möglichkeit, dass Puerto Rico oder andere US-Territorien Teil der Vereinigten Staaten werden.

F: Gibt es Vorschläge, einen neuen Staat durch die Teilung eines bestehenden Staates zu bilden?

A: Ja, einige Regionen der USA haben vorgeschlagen, einen neuen Staat durch die Teilung eines bestehenden Staates zu bilden, z.B. Kalifornien in zwei oder sogar drei Staaten oder Texas in vier oder fünf Staaten. Es gab auch den Vorschlag, das westlichste Viertel von Nebraska von diesem Staat abzutrennen und es Wyoming hinzuzufügen, anstatt einen völlig neuen Staat zu gründen.

F: Wird Kanada jemals im Zusammenhang mit einem möglichen 51. Staat erwähnt?

A: Ja, wenn es sich auf andere Länder bezieht, wird es oft als Scherz über den Beitritt Kanadas zu den Vereinigten Staaten verwendet (wie in den Artikeln der Konföderation). Kanada hat diese Angebote jedoch nie angenommen und bleibt sein eigenes Land.

F: Welche Orte in Amerika könnten potentielle 51. Staaten werden?

A: Zu den Orten in Amerika, die potenziell 51. Staaten werden könnten, gehören der District of Columbia, Puerto Rico, Guam, die US-Jungferninseln, Amerikanisch-Samoa und die Nördlichen Marianen.

F: Hat Puerto Rico darüber abgestimmt, ein US-Bundesstaat zu werden?

A: Ja, 2012 und vor kurzem 2017 haben die Menschen in Puerto Rico mit großer Mehrheit dafür gestimmt, als 51. Staat Teil der Vereinigten Staaten zu werden.

F: Ist Guyana daran interessiert, Teil der Vereinigten Staaten zu werden?

A: Ja, es gibt politische Bewegungen, die den Status Guyanas als assoziiertes amerikanisches Territorium mit dem Ziel der Eigenstaatlichkeit befürworten und sich dafür einsetzen.

F: Haben einige kanadische Provinzen Interesse an einem Beitritt zu Amerika bekundet?

A:Ja, in mehreren kanadischen Provinzen gab es politische Parteien und Bewegungen, die die amerikanische Eigenstaatlichkeit befürworteten, was ihre nordamerikanische Lage zu einem natürlichen Kandidaten und einer idealen Perspektive für den Beitritt zu Amerika als dessen 51.

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AlegsaOnline.com Der 51. Staat: Bedeutung, Kandidaten und Verfahren

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