George Harrison, MBE (25. Februar 1943 – 29. November 2001), war ein englischer Musiker und Songwriter. Er ist vor allem als der Lead‑Gitarrist der Beatles bekannt. Nachdem sich die Gruppe 1970 auflöste, begann er eine erfolgreiche Solokarriere. Harrison arbeitete auf vielfältige Weise mit anderen Künstlern wie Eric Clapton, Bob Dylan, Phil Spector, Roy Orbison, Tom Petty und Ravi Shankar zusammen. Er interessierte sich intensiv für östliche Mystik und setzte sich für verschiedene wohltätige Zwecke ein.
Frühes Leben
George Harrison wurde in Liverpool geboren und wuchs in einer musikalischen Umgebung auf. Er lernte früh Gitarre spielen und wurde noch vor dem großen Durchbruch mit John Lennon und Paul McCartney Mitglied der Band, die später weltberühmt wurde. Harrison galt innerhalb der Gruppe oft als der zurückhaltende, aber kreative Impulsgeber.
Die Beatles und sein musikalischer Beitrag
Als Lead‑Gitarrist prägte Harrison den Klang der Beatles mit markanten Soli, offenen Akkorden und dem Einsatz exotischer Instrumente wie der Sitar. Er brachte Indieneinflüsse in die Band ein, was sich besonders in Stücken wie "Norwegian Wood" zeigte. Zu seinen bekanntesten Kompositionen für die Beatles zählen Here Comes the Sun, Something und While My Guitar Gently Weeps. Mit der Zeit entwickelte er einen unverkennbaren Stil, der Slide‑Gitarre, melodische Phrasierung und spirituelle Themen verband.
Solokarriere und wichtige Projekte
Nach der Auflösung der Beatles veröffentlichte Harrison mehrere Soloalben. Besonders hervorzuheben ist das dreifach‑Album All Things Must Pass (1970), das von
Phil Spector mitproduziert wurde und kommerziell wie künstlerisch große Beachtung fand. Harrison war auch Mitbegründer der Supergroup Traveling Wilburys, in der er zusammenarbeitete mit Roy Orbison, Tom Petty und weiteren Musikern.
1971 organisierte Harrison das bahnbrechende Benefizkonzert Concert for Bangladesh, um Hilfe für Flüchtlinge zu sammeln; bei diesem historischen Ereignis wirkten unter anderem Künstler wie
Bob Dylan und Eric Clapton mit. Das Konzert gilt als Vorläufer moderner großer Wohltätigkeits‑Events in der Popmusik.
Spiritualität und Engagement
Ein prägendes Element in Harrisons Leben war seine Hinwendung zur östlichen Spiritualität und indischer Musik. Seine Freundschaft und künstlerische Zusammenarbeit mit dem Sitar‑Meister
Ravi Shankar vertiefte sein Interesse an indischer Kultur und beeinflusste sowohl seine Kompositionen als auch seine Lebensweise. Harrison nutzte seinen Bekanntheitsgrad, um religiöse und humanitäre Anliegen zu unterstützen und setzte sich für verschiedene wohltätige Zwecke ein.
Späte Jahre und Tod
In seinen späteren Jahren veröffentlichte Harrison weiterhin Musik, arbeitete mit anderen Künstlern und pflegte sein Interesse an Film und Kunst. Er überlebte 1999 ein gewaltsames Eindringen in sein Haus, bei dem er verletzt wurde, erholte sich jedoch körperlich. Am 29. November 2001 starb George Harrison an den Folgen von Lungenkrebs. Sein Tod löste weltweit Anteilnahme aus und viele Musiker würdigten sein Lebenswerk.
Vermächtnis
George Harrisons Einfluss auf Rock‑ und Popmusik ist vielfältig: als Gitarrist, Songwriter und Vermittler musikalischer Stile zwischen Westen und Osten. Seine Stücke gehören bis heute zu den meistgespielten und -gesungenen Songs des 20. Jahrhunderts. Harrison bleibt als einer der prägenden Künstler der Beatles‑Ära sowie als eigenständiger Musiker mit einem bleibenden Beitrag zur Musikgeschichte in Erinnerung.