Julie Andrews – Biografie: Dame, Oscar-Gewinnerin und Mary Poppins-Star

Julie Andrews – Biografie: Vom Mary Poppins‑Oscar zur Dame des Musicals. Leben, Karriere, Erfolge, Stimmbruch und Comebacks einer britischen Kulturikone.

Autor: Leandro Alegsa

Dame Julie Elizabeth Andrews DBE (geboren am 1. Oktober 1935) ist eine britische Film- und Bühnendarstellerin, Sängerin, Theaterregisseurin, Tänzerin und Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch ihre klare Sopransängerstimme, ihr komödiantisches Timing und ihre anmutige Bühnenpräsenz. Sie wurde in Walton-on-Thames, Surrey, geboren und begann bereits als Kind aufzutreten; Andrews war eine Kinderschauspielerin und Sängerin und sammelte früh Erfahrungen in Radio-, Bühne- und Varieté-Auftritten. Sie trat 1948 im West End auf und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer der großen Musical-Stars des britischen Theaters.

Frühe Bühnen- und Fernsehkarriere

Ihr Broadway-Debüt gab sie 1954 in The Boy Friend, mit dem sie international Aufmerksamkeit erregte und das den Grundstein für ihre spätere Karriere legte. Sie spielte mit großem Erfolg in den Bühnenmusicals My Fair Lady und Camelot, Rollen, die ihr hohes Ansehen in der Musicalwelt einbrachten. 1957 trat sie im Fernsehen in dem Musical Cinderella auf, einer Produktion, die ebenfalls weithin beachtet wurde. Neben ihrer Bühnentätigkeit schrieb Andrews später Memoiren und Kinderbücher und blieb dem Theater ihr Leben lang verbunden.

Filmkarriere und internationale Erfolge

Andrews gab 1964 ihr Filmdebüt in Mary Poppins. Für diese Darstellung gewann sie den Oscar als beste Schauspielerin und wurde weltweit berühmt. Sie spielte 1965 in The Sound of Music, einem der erfolgreichsten und langlebigsten Musikfilme aller Zeiten. Beide Filme machten Andrews zu einer Ikone des klassischen Hollywood-Musicals; Mary Poppins zeigte dabei auch ihre Fähigkeiten als Sängerin und Schauspielerin in einem familienfreundlichen, fantasievollen Setting.

Zwischen 1964 und 1967 trat Andrews in weiteren großen Produktionen auf, darunter The Americanization of Emily, Hawaii, Torn Curtain und Thoroughly Modern Millie. In den folgenden Jahren schwankte ihr kommerzieller Erfolg: In den 1970er Jahren hatte Andrews einige kommerzielle Enttäuschungen, bevor sie Ende des Jahrzehnts und Anfang der 1980er Jahre mit Filmen wie 10 (1979) und dem hochgelobten Victor/Victoria (1982) wieder künstlerische und teilweise auch kommerzielle Anerkennung fand. Diese spätere Phase ihrer Filmkarriere zeigte ihre Vielseitigkeit, da sie sowohl in Komödien als auch in dramatischeren Rollen überzeugen konnte. Ihre Filmkarriere ging in den 1990er Jahren zurück, was auch mit veränderten Interessen und dem Umbruch im Hollywood-Geschäft zusammenfiel.

Stimmschaden und spätere Bühnen- und Filmarbeiten

1997 erlitt Andrews einen schweren Rückschlag: Bei einer Operation an den Stimmbändern, die ursprünglich gutartige Veränderungen behandeln sollte, wurde ihre Singstimme dauerhaft geschädigt. Diese Entwicklung beendete faktisch ihre frühere Gesangskarriere als klassisch ausgebildete Sopranistin. In den Jahren danach unterzog sie sich weiteren ärztlichen Eingriffen und Therapien, durch die sie einen Teil ihrer Sprechstimme zurückgewann und in begrenztem Umfang wieder singen konnte, jedoch nicht in dem Umfang und mit der Sicherheit wie zuvor.

Ungeachtet dieser Einschränkungen trat Andrews 2001 erfolgreich in dramatischen Rollen in The Princess Diaries und 2004 in der Fortsetzung The Princess Diaries 2: Royal Engagement auf. Für jüngere Zuschauer wurde sie damit erneut einem breiteren Publikum vertraut. Außerdem hatte sie Sprecherrollen in den Shrek-Zeichentrickfilmen, wodurch sie auch in Animationsproduktionen präsent blieb.

Regie, Schreiben und öffentliche Anerkennung

2003 und 2005 führte Andrews in New York und Connecticut Regie bei der Wiederaufführung ihres ersten Broadway-Hits, The Boy Friend, und zeigte damit ihre Erfahrungen und ihr Können auch hinter den Kulissen. Andrews hat außerdem zahlreiche Kinderbücher verfasst, häufig in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter, und ist als Autorin populär geblieben. Im Jahr 2008 veröffentlichte sie ihre Autobiografie Home: A Memoir of My Early Years; eine weitere Fortsetzung ihrer Lebenserinnerungen erschien später und ergänzt den Einblick in ihre Hollywood-Jahre.

Privatleben und Auszeichnungen

Privat war Andrews mehrfach verheiratet; aus ihrer ersten Ehe hat sie eine Tochter, Emma Walton Hamilton, mit der sie später auch literarisch zusammenarbeitete. Lange Zeit war sie mit dem Filmemacher Blake Edwards verheiratet; diese Ehe prägte ihr privates und berufliches Leben über Jahrzehnte.

Andrews hat im Laufe ihrer Karriere viele Auszeichnungen erhalten, darunter einen Academy Award, Emmy Award, Golden Globe Award, Grammy Award, BAFTA, People's Choice Award, Theatre World Award und Auszeichnungen der Screen Actors Guild. Sie wurde für ihr Lebenswerk vielfach geehrt und gilt als eine der einflussreichsten Musical-Darstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 2000 wurde sie von Elizabeth II. für Verdienste um die darstellenden Künste zur Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE) ernannt.

Julie Andrews bleibt durch ihre Filme, ihre Bühnenarbeit, ihre Bücher und ihre öffentliche Präsenz eine prägende Gestalt der Unterhaltungsbranche. Auch nach Rückschlägen wie dem Stimmschaden ist sie künstlerisch aktiv geblieben und wird international für ihr Lebenswerk geschätzt.

Filmliste

  • Mary Poppins (1964)
  • Die Amerikanisierung von Emily (1964)
  • Der Klang der Musik (1965)
  • Hawaii (1966)
  • Gerissener Vorhang (1966)
  • Durch und durch modern Millie (1967)
  • Stern! (1968)
  • Liebste Lili (1970)
  • Das Tamarindensaatgut (1974)
  • 10 (1979)
  • Kleines Fräulein Marker (1980)
  • S.O.B. (1981)
  • Viktor/Viktoria (1982)
  • Die Tagebücher der Prinzessin (2001)
  • Shrek 2 (2003)
  • Die Prinzessin Tagebücher 2: Königliches Engagement (2004)
  • Shrek der Dritte (2007)
  • Verzaubert (2007)
  • Verabscheuungswürdiges Ich (2010)

Fragen und Antworten

F: Wie lautet der vollständige Name von Dame Julie Andrews?


A: Ihr vollständiger Name ist Julia Elizabeth Wells, aber beruflich ist sie als Dame Julie Andrews DBE bekannt.

F: Wann wurde sie geboren?


A: Sie wurde am 1. Oktober 1935 geboren.

F: Wo wurde sie geboren?


A: Sie wurde in Walton-on-Thames, Surrey, geboren.

F: Welche Preise hat sie während ihrer Karriere gewonnen?


A: Sie hat einen Academy Award, einen Emmy Award, einen Golden Globe Award, einen Grammy Award, einen BAFTA, einen People's Choice Award, einen Theatre World Award und Auszeichnungen der Screen Actors Guild gewonnen.

F: In welchem Film hat sie ihr Debüt gegeben?


A: Sie gab ihr Filmdebüt in Mary Poppins im Jahr 1964.

F: Wie hat sie den Titel Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE) erhalten?



A: Im Jahr 2000 wurde sie von Königin Elisabeth II. für ihre Verdienste um die darstellenden Künste zur Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE) ernannt.


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