Medgar Wiley Evers (2. Juli 1925 - 12. Juni 1963) war ein amerikanischer Bürgerrechtler aus Decatur Mississippi. Er ist vor allem für seine Arbeit zur Aufhebung der Rassentrennung in den Vereinigten Staaten in den 1950er und frühen 1960er Jahren bekannt. Er war ein Veteran des Zweiten Weltkriegs. Er wurde Feldsekretär der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP). Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Jahr 1954 in der Rechtssache Brown gegen den Bildungsrat, wonach die Rassentrennung an öffentlichen Schulen verfassungswidrig war, setzte sich Evers dafür ein, dass Afroamerikaner an der reinweißen Universität von Mississippi aufgenommen wurden. Er setzte sich auch für andere Veränderungen in der damals getrennten Gesellschaft der Nation ein, wie z.B. Stimmrecht und Registrierung, wirtschaftliche Möglichkeiten und Zugang zu öffentlichen Einrichtungen für Afroamerikaner. Evers wurde von Byron De La Beckwith ermordet, einem Mitglied des "White Citizens' Council", einer Gruppe, die 1954 gegründet wurde, um sich gegen die Integration von Schulen und Bürgerrechtsaktivitäten in Amerika zu wehren. Seine Ermordung und die daraus resultierenden Prozesse führten zu zahlreichen Bürgerrechtsprotesten. Eine Jury, die ausschließlich aus Weißen bestand, konnte De La Beckwith in seinen ersten beiden Prozessen nicht verurteilen. Er wurde jedoch schließlich, 30 Jahre später, in einem neuen, auf neuen Beweisen beruhenden Staatsprozess 1994 verurteilt. Evers' Ehefrau MyrlieEvers, wurde später eine bekannte Aktivistin aus eigenem Recht und diente als nationale Vorsitzende der NAACP. Sein Bruder Charles Evers wurde 1969 in Fayette, Mississippi, zum ersten afroamerikanischen Bürgermeister des Bundesstaates Mississippi gewählt.