Prince Rogers Nelson (besser bekannt als Prince) (7. Juni 1958 – 21. April 2016) war ein amerikanischer Musiker. Er wurde in Minneapolis, Minnesota, geboren.
Frühes Leben und Karrierebeginn
Prince wuchs in einer musikalischen Familie auf: Sein Vater war Pianist und Songwriter, seine Mutter Sängerin. Schon als Kind lernte er mehrere Instrumente; später wurde er als Multiinstrumentalist bekannt, der Gitarre, Klavier, Bass und Schlagzeug spielte. In den späten 1970er-Jahren unterschrieb er einen Plattenvertrag und veröffentlichte 1978 sein Debütalbum For You. Schnell gewann er als Songwriter, Produzent und Live‑Performer an Aufmerksamkeit.
Durchbruch und musikalische Erfolge
Prince kombinierte Elemente aus Funk, Rock, R&B und Pop und war bekannt dafür, erotische Texte mit prägnanten Funkrock-Rhythmen und modernen Studiotechniken zu verbinden. Zu seinen bekanntesten Alben zählen Dirty Mind (1980), 1999 (1982) und vor allem der Soundtrack und Film Purple Rain (1984), mit dem er internationalen Durchbruch erzielte. Zu seinen großen Hits gehören unter anderem „When Doves Cry“, „Purple Rain“, „Little Red Corvette“ und „Kiss“.
Während seiner Karriere hatte er zehn Platin-Alben und dreißig Top-40-Singles. Angaben zum weltweiten Verkauf seiner Musik variieren je nach Quelle; häufig werden Zahlen im zweistelligen bis dreistelligen Millionenbereich genannt.
Musikstil, Produktion und Förderung anderer Künstler
Prince war nicht nur Solokünstler, sondern auch ein gefragter Produzent und Songwriter für andere. Er gründete Bands wie The Time und kreierte Projekte wie Vanity 6. Zusätzlich war er als Talentförderer an der Karriere von Künstlerinnen und Künstlern wie Sheila E., Carmen Electra, The Time und Vanity 6 beteiligt. Er betrieb ein eigenes Tonstudio und Label (Paisley Park) und prägte sowohl Klangästhetik als auch visuelle Präsentation seiner Produktionen.
Öffentliche Auseinandersetzungen und Namensänderung
In den 1990er-Jahren geriet Prince in einen öffentlichen Konflikt mit seinem damaligen Label über künstlerische Kontrolle und Vertragsbedingungen. Von 1993 bis 2000 änderte er seinen Namen in eine Glyphe (häufig als "Love Symbol" bezeichnet). Da das Symbol nicht aussprechbar war, nannte man ihn zeitweise "The Artist Formerly Known As Prince". Der Streit mit dem Label prägte seine öffentliche Persona und seine Haltung zu Urheber- und Künstlerrechten.
Auszeichnungen, Anerkennung und Einfluss
Prince gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter sieben Grammy Awards, einen Golden Globe Award und einen Academy Award. Das Magazin Rolling Stone platzierte ihn auf Platz 27 seiner Liste der 100 größten Künstler aller Zeiten. 2004 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen – im ersten Jahr, in dem er wählbar war. Sein Einfluss auf Musik, Performance, Mode und die Darstellung von Geschlecht und Sexualität ist weitreichend; viele spätere Pop‑ und R&B‑Künstler nennen ihn als prägende Inspiration.
Vermächtnis und Nachruhm
Prince hinterließ ein umfangreiches musikalisches Erbe: Studioalben, Liveaufnahmen, Produktionen für andere Künstler und ein innovatives visuelles Schaffen. Sein Anwesen und Studiokomplex Paisley Park wurde zum öffentlichen Gedenkort und Museum, in dem Konzerte, Archivmaterial und persönliche Gegenstände gezeigt werden. Seine Arbeit wird weiterhin in Musikunterricht, Popkulturgeschichte und durch häufige Neuinterpretationen seiner Lieder rezipiert.
Zusätzlich zu seiner eigenen musikalischen Karriere war er ein "Talentförderer" für die Karrieren von Sheila E. , Carmen Electra, The Time und Vanity 6.
Tod
Am 21. April 2016 starb Prince im Alter von 57 Jahren an einer Fentanyl-Überdosis in seinem Tonstudio und Wohnhaus in Paisley Park, Chanhassen, Minnesota. Sein Tod löste weltweit Trauerbekundungen und zahlreiche Hommagen von Künstlern und Fans aus.

