Brasilien schickte drei Athletinnen und Athleten zu den Winter-Paralympics 2018 in Pyeongchang (Südkorea), die vom 9. bis 18. März 2018 stattfanden. Das kleine Team spiegelte den frühen Entwicklungsstand des Wintersports in Brasilien wider, war aber ein wichtiger Schritt für die weitere Förderung paralympischer Wintersportarten im Land.
Zum Team gehörten zwei Männer und eine Frau. Zwei Athleten traten beim para-nordischen Skifahren an, eine Athletin nahm am Para-Snowboarding teil. Aline Rocha war die erste Frau, die jemals zum brasilianischen Team bei den Paralympischen Winterspielen gehörte – ein historischer Meilenstein für den brasilianischen Wintersport.
- Sportarten: Para-nordisches Skifahren (Langlauf/Biathlon) und Para-Snowboard.
- Teamgröße: 3 Athletinnen und Athleten (2 Männer, 1 Frau).
- Historie: Es war Brasiliens zweite Teilnahme an Paralympischen Winterspielen. Zum ersten Mal war das Land 2014 bei den Paralympischen Winterspielen in Sotschi dabei.
- Ergebnis: Das Team gewann bei den Winter-Paralympics 2018 keine Medaille, sammelte aber wertvolle Wettkampferfahrung auf höchstem Niveau.
Para-nordisches Skifahren umfasst die Disziplinen Langlauf und Biathlon und wird je nach Behinderungsbild in verschiedenen Startklassen ausgetragen (stehend, sitzend, mit Sehbehinderung). Para-Snowboard beinhaltet unter anderem Snowboardcross und Banked Slalom; auch hier werden die Athletinnen und Athleten nach funktioneller Klassifikation eingeteilt. Für Brasilien sind solche Einsätze wichtig, um nationale Strukturen für Training, Talentförderung und internationale Qualifikation weiter aufzubauen.
Die Teilnahme 2018 zeigte, dass Athletinnen und Athleten aus tropischen Ländern trotz klimatischer Nachteile auf internationaler Ebene konkurrenzfähig sein können. Die Erfahrung in Pyeongchang trug dazu bei, die Sichtbarkeit des paralympischen Wintersports in Brasilien zu erhöhen und Nachwuchsprogramme für zukünftige Spiele zu motivieren.