Opéra National de Paris (Pariser Oper) – Opéra Garnier, Bastille & Ballett

Entdecken Sie die Opéra National de Paris: Opéra Garnier & Bastille, weltberühmtes Ballett, Spielplan, Tickets und die faszinierende Geschichte der Pariser Oper.

Autor: Leandro Alegsa

Die Pariser Opéra oder Opéra National de Paris ist das wichtigste Opernensemble Frankreichs. Sie gibt Aufführungen an der Opéra Bastille und der Opéra Garnier in Paris. Das Theater ist auch die Heimat des Balletts der Opéra National de Paris.

Kurzüberblick und Bedeutung

Die Opéra National de Paris zählt zu den bedeutendsten Opern‑ und Ballettinstituten der Welt. Sie verbindet historische Traditionen mit modernen Inszenierungen und bietet ein breites Repertoire von barocker und klassischer Oper über Romantik bis hin zu zeitgenössischem Musiktheater und Ballett.

Die Häuser

Opéra Garnier (Palais Garnier)

  • Architekt: Charles Garnier; erbaut in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, 1875 eingeweiht.
  • Stil: prächtiger Neobarock mit aufwändiger Innenausstattung, berühmter Grand Escalier (Große Treppe) und reich verzierten Sälen.
  • Besonderheiten: die Decke des Zuschauerraums wurde später von Marc Chagall mit einem farbenfrohen Deckengemälde gestaltet; das Haus ist zudem mit der Legende um das „Phantom der Oper“ eng verbunden.
  • Nutzung: neben repräsentativen Aufführungen und Ballettvorstellungen ist das Garnier ein beliebtes Ziel für geführte Besichtigungen und beherbergt Teile der Sammlungen zur Geschichte der Oper in Museen vor Ort.

Opéra Bastille

  • Moderne Spielstätte, eröffnet 1989 (Architekt: Carlos Ott).
  • Konzipiert für große, technisch anspruchsvolle Produktionen und mit moderner Bühnentechnik ausgestattet.
  • Kapazität: eine große Zahl an Zuschauern und variabler Raumaufteilung ermöglicht aufwändige Inszenierungen.
  • Die Bastille übernimmt in der Regel den größten Teil der Opernproduktionen, während das Garnier häufig für Ballett und Galas genutzt wird.

Das Ballett der Opéra

Das Ballet de l'Opéra national de Paris gehört zu den ältesten und renommiertesten Ballettcompagnien der Welt. Seine Wurzeln reichen bis in die königlichen Akademien des 17. Jahrhunderts zurück. Die Kompanie ist bekannt für ihre hohen technischen Standards, die Ausbildung eigener Tänzer (u. a. mit dem Corps de Ballet und den étoiles als Solisten) sowie ihr vielfältiges Repertoire von klassischem Repertoire bis zeitgenössischer Choreographie.

Besuch, Tickets und Tipps

  • Tickets: Karten für Premiere- und Abendvorstellungen sind begehrt; rechtzeitige Buchung wird empfohlen. Viele Vorstellungen bieten ermäßigte Plätze für Studenten und junge Leute.
  • Führungen: Geführte Touren durch die Opéra Garnier (inkl. Treppenhaus, Zuschauerraum und Museum) sind beliebt und bieten einen guten Überblick zur Architektur und Geschichte.
  • Dresscode: Für die meisten Vorstellungen gilt gepflegte Kleidung; bei Gala‑Aufführungen wird oft etwas formellere Kleidung getragen.
  • Anreise: Beide Häuser sind gut an das Pariser Verkehrsnetz angebunden (Metro und Bus). Für die Garnier eignet sich die Station Opéra; die Bastille ist ebenfalls zentral gelegen.
  • Praktische Hinweise: Fotografieren während der Aufführungen ist in der Regel nicht erlaubt. Bei der Anreise ausreichend Zeit einplanen, Garderobe und Handgepäckregeln beachten.

Geschichte in Kürze

Die Institution, die heute als Opéra National de Paris bekannt ist, hat eine lange Tradition in der französischen Kulturgeschichte und entwickelte sich über Jahrhunderte von Hof‑ und Staatsinstitutionen zu einem nationalen Opernhaus mit internationaler Ausstrahlung. Heute verbindet sie klassische Werte mit modernen künstlerischen Ansätzen.

Weitere Opernhäuser in Paris sind das Théâtre du Châtelet, die Opéra-Comique und das Théâtre des Champs-Élysées. Diese Häuser ergänzen das kulturelle Angebot der Stadt mit eigenen Schwerpunkten, etwa Operette, Musical, Konzertreihen und zeitgenössischem Musiktheater.

Für Besucher: Informieren Sie sich rechtzeitig über Spielpläne, Sonderveranstaltungen und Führungen auf den offiziellen Seiten der jeweiligen Spielstätten oder bei den Vorverkaufsstellen.

Front des Palais Garnier unter der Wintersonne, Fotografie von Eric PouhierZoom
Front des Palais Garnier unter der Wintersonne, Fotografie von Eric Pouhier

Geschichte

König Ludwig XIV. erlaubte es Jean-Baptiste Lully, 1672 die Académie Royale de Musique zu gründen. Dies war eine Organisation, die Oper, Ballett und Musik umfasste. Die Ballettkompanie war Teil des Opernensembles. Dann gründete Ludwig XIV. 1661 die Ballettschule, die Académie Royale de Danse, die 1661 gegründet wurde. Von 1671 bis zu Lullys Tod 1687 wurde die Schule von dem großen Tanzmeister Pierre Beauchamp geleitet, dem Mann, der die fünf Positionen der Füße festlegte.

1713 machte König Ludwig XIV. das Opernhaus zu einer staatlichen Institution. Es gab eine Gruppe professioneller Tänzer namens Le Ballet de l'Opéra. Von dieser Zeit an bis 1875 nutzten sie viele Theater, von denen jedes einzelne durch einen Brand zerstört wurde. Alle diese Kompanien wurden Pariser Opéra oder Opéra de Paris genannt.

Am 29. Oktober 1873 wurde die alte Pariser Opéra, bekannt als Théâtre de l'AcadémieRoyale de Musique, die seit 1821 genutzt wurde, durch einen Brand zerstört, der 27 Stunden lang brannte. 1875 zog die Operngesellschaft in den neuen Palais Garnier um, der Teil des Wiederaufbaus von Paris durch KaiserNapoleon III. war.

Als die Opéra Bastille 1989 gebaut wurde, wählte das Ensemble sie als ihr Haupttheater.



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