Eine Caldera ist eine vulkanische Erscheinung, die durch den Zusammenbruch der Landoberfläche nach einem gigantischen Vulkanausbruch entstanden ist. Bei einer solchen Eruption ist die Magmakammer des Vulkans so leer, dass der Boden über ihm abfällt.

Eine Caldera kann wie ein Vulkankrater aussehen, mit der Ausnahme, dass ein Krater durch Sprengung nach außen und nicht durch Einsturz nach innen entsteht. Das Wort "Caldera" kommt aus dem Portugiesischen und bedeutet "Kessel". Einige komplexe Merkmale werden durch beide Prozesse erzeugt.

Als die Yellowstone-Kaldera vor etwa 650.000 Jahren zum letzten Mal ausbrach, setzte sie etwa 1.000 km3 Material frei und bedeckte weite Teile Nordamerikas in bis zu zwei Meter dickem Schutt. Zum Vergleich: Als der Mount St. Helens 1980 ausbrach, setzte er 1000 Mal weniger Material frei.

Die ökologischen Auswirkungen des Ausbruchs einer großen Caldera lassen sich an den Aufzeichnungen über den Ausbruch des Toba-Sees in Indonesien ablesen.

Vor etwa 75.000 Jahren setzte die Toba-Katastrophe etwa 2.800 km3 Ejekta frei. Dies war die größte bekannte explosive Eruption innerhalb der letzten 25 Millionen Jahre. Ende der 1990er Jahre vermutete der Anthropologe Stanley Ambrose, dass ein durch diese Eruption ausgelöster vulkanischer Winter die menschliche Bevölkerung auf etwa 2.000 bis 20.000 reduzierte, was zu einem Bevölkerungsengpass führte. Andere schlugen vor, dass die menschliche Rasse auf etwa fünf- bis zehntausend Menschen geschrumpft sei. Es gibt jedoch keine direkten Beweise dafür, dass die Theorie richtig ist, und einige Beweise dafür, dass sie es nicht ist.