Chiodos (ausgesprochen /tʃiːˈoʊdoʊz/ chee-OH-dohz) ist eine amerikanische Post-Hardcore-Band, die 2001 in Davison, Michigan gegründet wurde. Die Band trat anfangs unter dem Namen „The Chiodos Bros.“ auf – eine Hommage an die Filmemacher Stephen, Charles und Edward Chiodo. Chiodos kombinieren harte Gitarren und treibende Rhythmen mit melodischen, oft theatralisch geführten Gesangslinien und ausgefeilten Keyboard-Arrangements, was ihnen eine markante Stellung innerhalb der Post-Hardcore- und Emo-Szene verschaffte.

Alben und Chart-Erfolge

Das erste vollwertige Album der Band, All's Well That Ends Well, erschien am 26. Juli 2005. Mit diesem Debüt gewann die Band eine wachsende Fangemeinde und Aufmerksamkeit in der Alternative-Szene.

Das zweite Album, Bone Palace Ballet, wurde am 4. September 2007 in Nordamerika veröffentlicht. Später erschien Bone Palace Ballet auch in Großbritannien (veröffentlicht von Warner Bros. Records am 26. Januar 2009). Das Album debütierte auf Platz 5 der Billboard200 und erreichte zudem Platz 1 in der Rangliste der Unabhängigen Alben. Diese Platzierungen unterstrichen den kommerziellen Durchbruch der Band.

Im Jahr 2010 folgte das dritte Studioalbum, Illuminaudio. Es war das erste Album ohne den ursprünglichen Leadsänger Craig Owens; die Band machte keine ausführliche öffentliche Erklärung zu den Gründen seines Weggangs. Am 2. Februar 2010 kündigten Chiodos an, dass Brandon Bolmer (vorher bei Yesterday's Rising) ihr neuer Leadsänger sein würde. Illuminaudio erhielt überwiegend positive Kritiken und erreichte Platz 37 der Billboard 200 sowie Platz 5 der Top-Alternative-Alben.

Besetzung und Entwicklung

  • Gründungsmitglieder (u. a.): Craig Owens (Gesang), Bradley Bell (Keyboards), Jason Hale (Gitarre), Pat McManaman (Gitarre), Matt Goddard (Bass) und Derrick Frost (Schlagzeug).
  • Wechsel: Im Laufe der Bandgeschichte gab es mehrere Personalwechsel, vor allem auf der Position des Leadsängers, was sich auch klanglich in den jeweiligen Alben widerspiegelt.

Musikstil und Einfluss

Chiodos sind bekannt für ihren dramatischen, emotional aufgeladenen Stil. Charakteristisch sind:

  • wechselnde Songdynamiken von ruhigen, melodiösen Passagen zu heftigen Ausbrüchen,
  • ausgeprägte Keyboard-Arrangements, die den Songs oft eine orchestrale oder theatralische Note geben,
  • komplexere Songstrukturen und gelegentliche Anleihen aus Progressive Rock und Post-Rock.
Ihr Stil beeinflusste zahlreiche Bands der Post-Hardcore- und Emo-Szene und machte Chiodos zu einer festen Größe auf internationalen Touren und Festivalbühnen.

Rezeption und Vermächtnis

Chiodos erhielten sowohl kommerzielle Erfolge als auch positive Kritiken für ihre ambitionierten Kompositionen und die energetischen Live-Auftritte. Ihre Alben schafften es wiederholt in die US-Charts, und die Band erarbeitete sich eine treue Fanbasis. Auch wenn die Besetzungswechsel Diskussionen auslösten, wird der musikalische Beitrag der Band zur Post-Hardcore-Szene vielfach anerkannt.

Diskografie (Auswahl)

  • All's Well That Ends Well – 26. Juli 2005
  • Bone Palace Ballet – 4. September 2007
  • Illuminaudio – 2010

Chiodos bleiben ein wichtiger Name innerhalb ihres Genres. Wer sich weiter mit der Band beschäftigen möchte, findet neben den Studioalben zahlreiche Liveaufnahmen, EPs und Interviews, die Einblick in die Musik und die wechselvolle Geschichte der Gruppe geben.