Ein Kompromiss bedeutet, eine Vereinbarung zu treffen, bei der eine Person einen Teil ihrer Forderung aufgibt. In der Argumentation ist Kompromiss ein Konzept, bei dem eine Einigung durch Kommunikation, durch eine gegenseitige Akzeptanz von Bedingungen gefunden wird, wobei oft Abweichungen von einem ursprünglichen Ziel oder Wunsch vorkommen. Extremismus wird oft als Gegenbegriff zum Kompromiss betrachtet, der je nach Kontext mit Konzepten der Ausgewogenheit oder Toleranz verbunden sein kann. In der negativen Konnotation kann der Kompromiss als Kapitulation bezeichnet werden, was sich auf eine "Kapitulation" von Zielen, Prinzipien oder Material im Prozess der Aushandlung einer Vereinbarung bezieht. In menschlichen Beziehungen wird "Kompromiss" häufig als eine Vereinbarung bezeichnet, mit der keine Partei glücklich ist, weil die beteiligten Parteien oft das Gefühl haben, dass sie entweder zu viel weggegeben oder zu wenig erhalten haben.

Aufgrund des kulturellen Hintergrunds und der kulturellen Einflüsse kann die Bedeutung und die Wahrnehmung des Wortes "Kompromiss" unterschiedlich sein: In Großbritannien, Irland und den Commonwealth-Ländern hat das Wort "Kompromiss" eine positive Bedeutung (als Zustimmung, als Vereinbarung, bei der beide Parteien etwas gewinnen); in den USA kann es eher negative Konnotationen haben, wie z.B. bei "kompromittierenden Prinzipien" als Ausverkauf von Grundüberzeugungen.