Wenn die Euglena als Heterotroph (Tier) agiert, umgibt sie ein Partikel der Nahrung und verzehrt es durch Phagozytose. Wenn die Euglena autotroph ist, besitzt sie Chloroplasten, die durch Photosynthese Zucker produzieren. Die Chloroplasten verwenden die Pigmente Chlorophyll a und Chlorophyll b.
Die Anzahl und Form der Chloroplasten in Euglena variiert stark. Euglena sind in der Lage, sich durch aquatische Umgebungen zu bewegen, indem sie eine große Geißel zur Fortbewegung nutzen. Um Licht zu erkennen, hat die Zelle einen Augenfleck, ein primitives Organell, das Sonnenlicht in lichtempfindliche Strukturen filtert. Diese Strukturen an der Basis des Flagellums lassen nur bestimmte Wellenlängen des Lichts registrieren. Mit Hilfe dieses lichtempfindlichen Bereichs kann die Euglena ihre Position verschieben, um eine bessere Photosynthese zu erreichen.
Die Mobilität von Euglena erlaubt auch die Jagd. Die meisten Euglena gelten als mixotroph: autotroph im Sonnenlicht und heterotroph in der Dunkelheit. Euglena haben keine pflanzlichen Zellwände, sondern haben stattdessen ein Pellikel. Das Pellikel besteht aus Proteinbändern, die sich spiralförmig über die Länge der Euglena nach unten winden und unter der Plasmamembran liegen.
Euglena kann in Süß- und Salzwasser überleben. Bei geringer Feuchtigkeit bildet Euglena einen Schutzwall um sich herum und ruht als Spore, bis sich die Umweltbedingungen verbessern. Euglena kann auch im Dunkeln überleben, indem sie stärkeähnliche Paramylonkörnchen im Inneren des Chloroplasten lagert.