Der Eurovision Song Contest 2009 war der 54. Eurovision Song Contest, er fand in Moskau, Russland, statt, nachdem Dima Bilan 2008 den Wettbewerb für Russland mit Believe gewonnen hatte. Das Halbfinale fand am 12. und 14. Mai statt, und das Finale wurde am 16. Mai ausgetragen. Das Finale gewann Alexander Rybak für Norwegen mit Fairytale.

Es nahmen 42 Länder teil, wobei die Slowakei zum ersten Mal seit 11 Jahren wieder dabei war und San Marino und Georgien, zwei Länder aus dem letzten Jahr, nicht am Wettbewerb teilnahmen.

Austragung und Ablauf

Der Contest fand in Moskau statt und bestand wie seit 2008 aus zwei Halbfinals und einem Finale. Aus jedem Halbfinale qualifizierten sich jeweils zehn Länder für das Finale; dazu kamen die automatisch qualifizierten Länder (der Gastgeber und die sogenannten "Big Four"/"Big Five"). Insgesamt traten 42 Länder an, im Finale standen damit 25 Beiträge auf der Bühne.

Der Sieg von Alexander Rybak

Alexander Rybak überzeugte mit dem selbstgeschriebenen und melodisch-folkloristisch geprägten Lied Fairytale. Seine mitreißende Darbietung, ergänzt durch markante Violinenparts, brachte ihm einen klaren Sieg ein: Er erhielt 387 Punkte, womit er zu diesem Zeitpunkt einen neuen Punkterekord beim Wettbewerb aufstellte. Der Erfolg von Fairytale führte zu hoher Aufmerksamkeit in Europa und brachte dem Sänger internationale Chartplatzierungen.

Teilnehmer & Änderungen gegenüber 2008

  • Insgesamt traten 42 Länder an.
  • Die Slowakei kehrte nach über einem Jahrzehnt zurück.
  • San Marino verzichtete auf eine Teilnahme.
  • Georgien zog sich zurück – offiziell aus Protest, nachdem die EBU beanstandet hatte, dass der georgische Beitrag We Don't Wanna Put In politische Anspielungen enthalte; Georgien lehnte eine Änderung des Textes ab und zog seinen Beitrag zurück.

Bedeutung und Nachwirkungen

Der ESC 2009 blieb insbesondere durch den deutlichen Sieg Norwegens und die hohe Punktzahl in Erinnerung. Für Alexander Rybak bedeutete der Erfolg einen Karriereschub: Fairytale wurde international bekannt, und er trat in vielen europäischen Ländern auf. Die Kontroverse um Georgien zeigte zugleich die Empfindlichkeit des Wettbewerbs hinsichtlich politischer Inhalte.

Weiteres

Der Eurovision Song Contest 2009 setzte die seit 2008 praktizierte Zweiteilung in zwei Halbfinale fort und blieb ein wichtiges Ereignis im europäischen Musikjahr, das Zuschauerzahlen und mediale Aufmerksamkeit in ganz Europa erreichte.