Der Vorteil des ersten Zuges im Schach ist der Vorteil des Spielers (Weiß), der den ersten Zug im Schach macht. Die Statistik der Ergebnisse auf Schachdatenbanken umfasst fast alle seit 1851 veröffentlichten Partien. In allen Formen der Statistik erzielt Weiß in den vier Haupteröffnungszügen 1.e4, 1.d4, 1.c4 und 1.Nf3 bessere Ergebnisse als Schwarz.

Der Gesamtgewinnprozentsatz von Weiß errechnet sich aus dem Prozentsatz der von Weiß gewonnenen Spiele plus der Hälfte des Prozentsatzes der unentschiedenen Spiele. Wenn also Weiß von 100 Partien 40 gewinnt, 32 unentschieden und 28 verliert, beträgt der Gesamtgewinnprozentsatz von Weiß 40 plus die Hälfte von 32, d.h. 56 Prozent. Bei Turnierspielen zwischen Menschen und Spielen zwischen Computern ist der Prozentsatz etwa gleich hoch. Bei schnellen Spielen oder bei Spielen für Anfänger ist der Vorteil von Weiß weniger signifikant.

Seit etwa 1889, als sich Weltmeister Wilhelm Steinitz mit diesem Thema befasste, bestand die überwältigende Übereinstimmung darin, dass ein perfekt gespieltes Spiel unentschieden enden würde.