Animal Crossing, in Japan bekannt als Dōbutsu no Mori (どうぶつの森, lit. Animal Forest), ist ein von Nintendo für die Spielkonsolen Nintendo 64 und Nintendo GameCube entwickeltes Lebenssimulations-Videospiel. Es wurde erst 2001 in Japan auf dem Nintendo 64 veröffentlicht. Im Jahr 2002 wurde es in Nordamerika, Europa und Australien für den Nintendo GameCube veröffentlicht.
Es unterstützt das GameCube-Game Boy Advance-Linkkabel und die E-Reader-Gegenstände und hat als Gegenstände Nintendo Entertainment System-Spiele darin emuliert. Das bedeutet, dass der Spieler alte NES-Spiele innerhalb des Spiels selbst nachspielen kann.
Spielprinzip
Animal Crossing ist ein offenes, in Echtzeit ablaufendes Spiel, das eine entspannte Lebenssimulation bietet. Der Spieler übernimmt die Rolle eines menschlichen Charakters, der in eine Kleinstadt voller anthropomorpher Tiere zieht. Es gibt kein festes Ziel — im Mittelpunkt stehen Erkundung, Sammeln und soziales Interagieren.
- Echtzeit und Jahreszeiten: Die Spielwelt läuft im gleichen Rhythmus wie die echte Uhr und das Datum der Konsole; Tageszeiten, Wochentage und Jahreszeiten beeinflussen Events, Fische, Insekten und Ladenöffnungszeiten.
- Sammeln und Museum: Spieler sammeln Insekten, Fische, Fossilien und Möbel. Ein Museum (mit dem Museums-Kurator) nimmt viele dieser Funde auf und zeigt sie ausgestellt.
- Wohnen und Handel: Häuser können eingerichtet und erweitert werden. Die Währung sind Bells, mit denen man Möbel, Saatgut oder Gebäude bezahlt; ein prominenter Händler im Spiel ist Tom Nook.
- Beziehungen: Die Stadtbewohner (verschiedene Tiercharaktere) haben eigene Persönlichkeiten, führen Gespräche, geben Aufträge und können Gegenstände tauschen.
- Events und Aktivitäten: Regelmäßige Feste, Feiertage und besondere Gäste (z. B. ein Musiker am Wochenende) sorgen für Abwechslung.
Besondere Funktionen
- Individuelle Gestaltung von Kleidung, Möbeln und Stadtlayout fördert Kreativität.
- Es gibt zahlreiche sammelbare Gegenstände, darunter auch als „Retro‑Spielkonsolen“-Gegenstände die emulierten Nintendo Entertainment System‑Spiele.
- Der Einsatz von Zusätzen wie dem GameCube-Game Boy Advance-Linkkabel und dem E-Reader erweitert das Spiel um zusätzliche Gegenstände und Funktionen.
Mehrspieler und Verbindung
Animal Crossing ermöglicht Mehrspieler‑Besuche: Freunde können per Memory Card bzw. lokalen Verbindungen in die eigene Stadt kommen, Gegenstände tauschen oder gemeinsam angeln. Die Unterstützung des GameCube–Game Boy Advance‑Linkkabels ermöglichte zusätzliche Spielinhalte und Datenaustausch mit kompatiblen GBA-Spielen und -Peripherie.
Entwicklung und Veröffentlichung
Das Spiel entstand bei Nintendo als neues Konzept einer ruhigen, offenen Lebenssimulation. Die ursprüngliche Dōbutsu no Mori-Version für das Nintendo 64 erschien nur in Japan, bevor eine erweiterte und überarbeitete Fassung für den Nintendo GameCube international veröffentlicht wurde. Die Portierung und Lokalisierung für den westlichen Markt brachte teils geänderte Inhalte, zusätzliche Features und eine neue Benutzerführung.
Rezeption und Einfluss
Animal Crossing wurde für seine charmante Atmosphäre, seinen Wiedererkennungswert und die innovative Nutzung von Echtzeitmechaniken gelobt. Aus dem Titel entwickelte sich eine erfolgreiche Reihe mit mehreren Nachfolgern (u. a. auf Nintendo DS, Wii, 3DS und Nintendo Switch). Besonders der soziale Charakter und die offene Spielweise machten die Serie zu einem kulturellen Phänomen und zu einem der bekanntesten Nintendo‑Franchises.
Tipps für Einsteiger
- Geduld zahlt sich aus: Viele Fortschritte erfolgen langsam — regelmäßig spielen bringt Belohnungen.
- Sammelt Fossilien, Fische und Insekten und gebt sie dem Museum — dort werden sie ausgestellt und ihr erhaltet Belohnungen.
- Achtet auf die Tageszeit und Jahreszeit, um seltene Kreaturen oder Events nicht zu verpassen.