Die Highland Boundary Fault ist eine geologische Verwerfung, die Schottland diagonal von Arran und Helensburgh an der Westküste bis nach Stonehaven im Osten durchquert. Sie trennt zwei deutlich unterschiedliche Regionen: die Highlands und die Lowlands.
Die geologische Geschichte Schottlands kann als das Ergebnis von zwei großen tektonischen Ereignissen verstanden werden. Das erste war die Entstehung des globalen Superkontinents Pangäa, das zweite war das Auseinanderbrechen von Pangäa zu den Kontinenten, die wir heute kennen.
Die Verwerfung ist die mittlere von drei großen Verwerfungen, die von Südosten nach Nordwesten durch Schottland verlaufen. Im Norden befindet sich die Große Glen-Verwerfung und im Süden die Southern Uplands-Verwerfung. Weiter südlich, gleich hinter der Grenze zu England, befindet sich die Iapetus-Naht, wo sich der Paläo-Iapetus-Ozean schloss. Diese vier großen geologischen Zeichen kennzeichnen die alte Geschichte Schottlands.
Der Highland Boundary Fault war während der kaledonischen Orogenese aktiv. Dabei handelte es sich um eine plattentektonische Kollision, die vom mittleren Ordovizium bis zum mittleren Devon (vor 520 bis 400 Millionen Jahren) während der Schließung des Iapetus-Ozeans stattfand.
Die Verwerfung ermöglichte es dem Midland Valley, als großer Riss um bis zu 4000 Meter abzusteigen, und es kam anschließend zu vertikalen Bewegungen. Diese Bewegung wurde später durch eine horizontale Scherung ersetzt. Eine ergänzende Verwerfung, die Southern Uplands Fault, bildet die südliche Grenze für das Central Lowlands.
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