Unter Hybridvitalität (oder Hybridvitalität) versteht man die verbesserte Aktivität und das Überleben von Hybridnachkommen. Der Fachbegriff in der Genetik lautet Heterosis.
Inzucht in einer normalen Population führt dazu, dass die Nachkommen schlechter, weniger fit und weniger fruchtbar werden und in der Regel nicht so lange leben wie die Eltern. Das Gegenteil, nämlich Ausbrütung, führt zu fitten, gesunden, fruchtbaren Nachkommen. Dieser Effekt ist seit langem bekannt. Tierzüchter kennen ihn seit dem 18. Jahrhundert, und Darwin untersuchte ihn eingehend an Pflanzen.
Andererseits trifft dies in der Regel nicht zu, wenn zwei Elternteile aus sehr unterschiedlichen Populationen, z.B. unterschiedlichen Unterarten, stammen. In diesem Fall ist es eher üblich, dass die Hybriden eine geringere Fitness haben. Maultiere sind in der Regel nicht fruchtbar, und das macht sie automatisch weniger fit, wie dieser Begriff in der Biologie verwendet wird. Sie sind sehr widerstandsfähige Tiere, aber sie hinterlassen nur wenige Nachkommen. Für die Wissenschaftler bestand das Rätsel darin, diese Tatsachen zu erklären.

