Da die Leuchtkraft von Sternen mit der Masse stark zunimmt, liegt die Leuchtkraft von Hyperriesen oft sehr nahe an der Eddington-Grenze. Dies ist die Leuchtkraft, bei der die Gravitationskraft des Sterns gleich dem Strahlungsdruck nach außen ist.
Das bedeutet, dass der Strahlungsfluss, der durch die Photosphäre eines Hyperriesen fließt, fast stark genug sein kann, um die Photosphäre abzuheben. Oberhalb der Eddington-Grenze würde der Stern so viel Strahlung erzeugen, dass Teile seiner äußeren Schichten in massiven Ausbrüchen weggeschleudert würden. Dies würde den Stern effektiv daran hindern, über längere Zeiträume mit höherer Leuchtkraft zu leuchten.
Ein guter Kandidat für einen kontinuumsgetriebenen Wind ist Eta Carinae, einer der massereichsten Sterne, die je beobachtet wurden. Seine Masse beträgt etwa 130 Sonnenmassen und seine Leuchtkraft ist vier Millionen Mal so groß wie die der Sonne. Eta Carinae kann gelegentlich die Eddington-Grenze überschreiten. Das letzte Mal könnten Ausbrüche in den Jahren 1840-1860 beobachtet worden sein. Diese erreichten Massenverlustraten, die viel höher waren, als es die Sternwinde normalerweise erlauben würden.
Eine weitere Theorie zur Erklärung der massiven Ausbrüche von Eta Carinae ist die Idee einer tief gelegenen hydrodynamischen Explosion, die Teile der äußeren Schichten des Sterns absprengt. Die Idee ist, dass der Stern selbst bei Helligkeiten unterhalb der Eddington-Grenze keine ausreichende Wärmekonvektion in den inneren Schichten hat, was zu einer Dichteumkehr führt, die möglicherweise zu einer massiven Explosion führt. Die Theorie ist jedoch noch nicht sehr erforscht, und es ist ungewiss, ob dies wirklich geschehen kann.