Die Amtseinführung von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten fand am Freitag, dem 20. Januar 2017, an der Westfront des Kapitolgebäudes der Vereinigten Staaten in Washington, D.C., statt. Die Zeremonie war öffentlich und wurde weltweit in den Medien übertragen.

Ablauf der Zeremonie

Die Amtseinführung begann mit musikalischen Beiträgen und einem offiziellen Programm auf der Westfront des Kapitols. Anschließend wurden nacheinander der Eid des Vizepräsidenten und der des Präsidenten abgelegt. Der Amtseid des Präsidenten wurde Trump von Chief Justice John Roberts abgenommen; den Amtseid des Vizepräsidenten Mike Pence nahm Associate Justice Clarence Thomas ab.

Mehrere Geistliche erteilten Segenssprüche, darunter ein Rabbiner und Reverend Franklin Graham, Sohn des pensionierten Reverend Billy Graham, der jahrzehntelang bei Amtseinführungen von US-Präsidenten segnete.

Im Anschluss an die formelle Vereidigung hielt Präsident Trump seine Antrittsrede. Danach folgten weitere offizielle Programmpunkte wie die Inaugural Parade entlang der Pennsylvania Avenue sowie abendliche Feierlichkeiten und Inaugurationsbälle, an denen Unterstützer, politische Würdenträger und geladene Gäste teilnahmen.

Die Antrittsrede

Das Hauptthema der Rede war die Orientierung an nationalen Interessen unter dem Leitmotiv "America First" und dem Wahlkampfslogan "Make America Great Again". Trump sprach über Wirtschaft, Arbeitsplätze, Handel, Einwanderung und die Wiederherstellung von Chancen für amerikanische Arbeiter. In einfachen, oft populistischen Formulierungen betonte er, dass die Regierung zugunsten der Bürger und nicht zugunsten von politischen Eliten oder internationalen Vereinbarungen handeln solle.

Der Präsident legte in seiner Rede den Schwerpunkt auf konkrete Veränderungsversprechen, rief zur nationalen Einheit seiner Anhänger auf und kritisierte etablierte Institutionen und vergangene Politikrichtungen.

Teilnehmer und Gäste

Die Zeremonie wurde von mehreren früheren Präsidenten und First Ladies besucht: Jimmy Carter, Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama sowie deren Ehefrauen waren anwesend; auch zahlreiche weitere ehemalige Regierungsmitglieder und internationale Delegationen verfolgten die Veranstaltung. Hillary Clinton, Trumps Gegenkandidatin bei den Präsidentschaftswahlen 2016 in den Vereinigten Staaten, war ebenfalls unter den Gästen. George H. W. Bush (92) fehlte aus gesundheitlichen Gründen.

Publikum, Medien und Kontroverse um die Zuschauerzahlen

Die Zahl der anwesenden Zuschauer war Gegenstand intensiver Debatten. Nachweislich war die Menschenmenge geringer als bei den Amtseinführungen seines Vorgängers Barack Obama, doch das genaue Ausmaß wurde zwischen Trumps Team, Medien und unabhängigen Beobachtern kontrovers diskutiert. Vertreter des Präsidententeams behaupteten, es habe sich um die größte Zuschauerzahl gehandelt; Faktprüfer, öffentliche Daten (beispielsweise von Verkehrsbetrieben) und Luftaufnahmen wiesen diese Behauptung zurück und zeigten geringere Besucherzahlen im Vergleich zu früheren Amtseinführungen.

Proteste und Sicherheitsmaßnahmen

Für den Tag der Amtseinführung beantragten und erhielten zahlreiche Gruppen Demonstrationsgenehmigungen. Zu den angekündigten Veranstaltungen gehörten sowohl Pro-Trump-Gruppen wie "Bikers for Trump" als auch zahlreiche Proteste gegen den neuen Präsidenten. Besonders auffällig war der für den 21. Januar geplante Women's March on Washington, der am Tag nach der Amtseinführung stattfand und Hunderttausende Teilnehmer in Washington sowie Millionen Menschen in Städten weltweit mobilisierte.

Am Tag der Inauguration selbst protestierten viele Menschen gegen die Politik Trumps; die meisten Demonstranten blieben friedlich, doch kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen, Sachbeschädigungen und Festnahmen. Die Behörden setzten umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen durch: Sperrungen von Straßen, Kontrollen, Einsatz der Nationalgarde und sichtbare Polizeipräsenz, um die Veranstaltung und die umliegenden Bereiche zu schützen.

Hintergründe und Folgen

Die Amtseinführung markierte den offiziellen Beginn der vierjährigen Amtszeit von Donald Trump und von Mike Pence als Vizepräsident. Sie war Ausgangspunkt für eine Reihe politischer Maßnahmen und Entscheidungsprozesse, die in den folgenden Monaten und Jahren gegenstand politischer Debatten in den USA und international wurden. Die Inaugurationswoche zeigte die starke gesellschaftliche Spaltung im Land, sichtbar in den Feiernden ebenso wie in den Protesten.

Der Vorgang des Amtseids entspricht dem in der US-Verfassung vorgesehenen Eid. Auf Deutsch lautet eine gebräuchliche Übersetzung: "Ich schwöre (oder verpflichte mich feierlich), dass ich die Pflichten des Amtes des Präsidenten der Vereinigten Staaten treu ausüben und, soweit mir möglich, die Verfassung der Vereinigten Staaten wahren, schützen und verteidigen werde."

Insgesamt war die Amtseinführung von Donald J. Trump 2017 ein Ereignis mit hoher medialer Aufmerksamkeit, politischen Symbolcharakteren und starken öffentlichen Reaktionen — von Zustimmung und Unterstützung bis hin zu massiven Protesten und anhaltenden Debatten über Legitimität und Richtung der neuen Regierung.