In der finnischen Mythologie ist Kinahmi ein großer Strudel im Meer. Kinahmi ist ein Weg nach Tuonela, dem Land der Toten. Seelen von bösen Menschen müssen durch Kinahmi schwimmen, um nach Tuonela zu gelangen. Schwerter, Äxte und Nadeln bewegen sich mit dem Wasser und verletzen die Seelen der bösen Menschen.
Es gibt auch eine andere Geschichte über das Wasser zwischen dem Land der Toten und dem Land der Lebenden. In dieser Geschichte ist das Wasser ein ruhiger, schwarzer Fluss.
Der Wirbel wird durch große Kräfte des Kosmos erzeugt. In der Mitte der Erdscheibe steht die Säule des Himmels. Sie hält die Himmelskuppel, damit die Himmelskuppel nicht auf die Erde fällt. Die Himmelskuppel geht um sich selbst herum; sie dreht sich. Sterne sind ein Teil der Himmelskuppel, und während sich der Himmel dreht, sehen wir Sterne, die sich bewegen. Ein Stern bewegt sich nicht, es ist der Nordstern. Der Nordstern ist ein Nagel, der die Himmelskuppel mit der Säule der Welt verbindet. Die Säule der Welt dreht sich mit der Himmelskuppel. Seine Unterseite steht im arktischen Meer, in der Mitte der Erde. Die Drehung der Säule bewirkt, dass das Wasser einen großen Wirbel bildet. Tuonela liegt unter der flachen Erde, aber der Strudel ist so tief, dass man durch ihn nach Tuonela gelangen kann.
Bei einer neueren Geschichte geht der Strudel durch den Globus. Er saugt Schiffe von der einen Seite der Erde an und spuckt sie von der anderen Seite wieder aus. Es dauert viele Jahre, bis ein Schiff die Erde durchquert, so dass Seeleute dies nur überleben könnten, wenn sie genügend Nahrung hätten. Als diese Geschichte entstand, wussten die Menschen bereits, dass die Erde rund ist.

