Das Sternchen, üblicherweise mit dem Zeichen * wiedergegeben, ist ein kurzes typografisches Zeichen, das visuell an einen kleinen Stern erinnert. In der Fachsprache wird es oft als Asterisk bezeichnet, ein Wort, das aus dem Altgriechischen für »kleiner Stern« stammt. Das Zeichen fungiert sowohl als einfache Glyphe im Schriftsatz als auch als vielseitiges Symbol in zahlreichen Fachgebieten von der Linguistik bis zur Informatik. Typografisches Symbol und Glyphe sind gängige Bezeichnungen für seine grafische Rolle.

Eigenschaften und Darstellung

Die grafische Ausprägung des Sternchens variiert mit Schriftart und Schreibweise: Druckschriften zeigen meist fünf oder sechs Zacken, handschriftliche Versionen können sechs bis acht Strahlen haben. In vielen Zeichensätzen ist das Sternchen als einzelne Taste verfügbar; in digitalen Zeichencodierungen nimmt es eine standardisierte Position ein. Neben Formunterschieden kann das Zeichen auch in Größe, Dicke und Neigung variieren, je nach Schriftschnitt und typografischer Anwendung. Schriftgestalter behandeln es wie andere Sonderzeichen, die zur Klarheit und Ästhetik eines Layouts beitragen. Schriftarten beeinflussen dabei das Aussehen deutlich.

Geschichte und Herkunft

Die Bezeichnung Asterisk leitet sich vom griechischen asteriskos ab; historische Quellen zeigen verwandte Sternsymbole bereits in alten Handschriften und Druckwerken, wo sie als Hinweis- oder Verzierungselement dienten. Mit der Verbreitung des Buchdrucks etablierte sich das Zeichen in Setzsystemen. Im Laufe der Zeit wurde es in verschiedenen Fachsprachen neu interpretiert und erhielt mehrere konventionalisierte Bedeutungen.

Verwendungen und Beispiele

  • Fußnoten- und Verweiszeichen in Texten: das Sternchen markiert gelegentlich Anmerkungen oder Hervorhebungen.
  • Linguistik: ein führendes Sternchen kennzeichnet rekonstruierte oder nicht belegte Formen.
  • Informatik und Mathematik: als Joker- oder Kleene-Operator, Multiplikationszeichen, oder in Programmiersprachen als Pointer-/Dereferenzierungs- und Replikationssymbol; hier gibt es zahlreiche kontextspezifische Bedeutungen (Informatiker verwenden es in vielen Notationen).
  • Alltag und Internet: Zensur von Buchstaben, Korrekturen in Chats (z. B. nachträgliches *richtiges Wort) und Formatierungen in einfachen Markups.
  • Namenskonventionen: in Kombinationen wie dem Suchalgorithmus A* (ausgesprochen »A-Stern«) wird das Zeichen auch gesprochen verwendet (A*-Suchalgorithmus).

Besondere Hinweise und Abgrenzungen

Das Sternchen ist leicht mit verwandten Zeichen wie der Achtung (⁂, Asterismus) oder grafischen Sternsymbolen zu verwechseln; typografisch und semantisch werden diese Zeichen jedoch unterschiedlich eingesetzt. In digitalen Kontexten kann das Sternchen als Metazeichen fungieren und in regulären Ausdrücken, Kommandozeilen oder Dateisuchen speziell interpretiert werden. Für Gestalter und Nutzer ist wichtig, die jeweilige Bedeutung im konkreten Fachgebiet zu beachten, da sie stark kontextabhängig ist. Weitere vertiefende Darstellungen zur Schriftgeschichte, zu Fonts und zu technischen Anwendungen finden sich in spezialisierten Nachschlagewerken und Ressourcen über Typografie, Glyphe und Schriftarten.

Das Sternchen bleibt ein kleines, aber außerordentlich nützliches Zeichen: schlicht in der Form, vielfältig in der Bedeutung und fest verankert in der täglichen schriftlichen Kommunikation.