Die Insel Navassa, oder La Navase im haitianischen Kreol, ist eine kleine Insel in der Karibik, auf der niemand lebt. Sie befindet sich neunzig Meilen südlich von Guantanamo Bay, Kuba. Die Regierung der Vereinigten Staaten beansprucht die zwei Quadratmeilen große Insel als ein Territorium der Vereinigten Staaten, und sie steht unter der Kontrolle des U.S. Fish and Wildlife Service. Die Insel wird auch von Haiti beansprucht.

Einige Seeleute, die mit Christoph Kolumbus segelten, nannten 1504 Navassa, weil dort kein Süßwasser gefunden werden konnte.

Ein Kapitän namens Peter Duncan gab es Ende der 1850er Jahre den USA zum Zweck des Guano-Bergbaus. Nach einer Rebellion im Jahr 1889 und dem Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 wurde der Bergbau eingestellt.

Mit der Eröffnung des Panamakanals 1914 wurde Navassa wieder wichtig, da dort ein Leuchtturm gebaut wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte niemand mehr auf ihm.

1996 wurde die Leuchte von Navassa außer Betrieb genommen, und die Insel wurde dem US-Innenministerium übertragen. Drei Jahre später, 1999, ging die Insel in den Besitz des Fish and Wildlife Service über.