Die persische Sprache beeinflusste die Bildung vieler moderner Sprachen des Nahen und Mittleren Ostens, Zentralasiens und der südasiatischen Regionen, einschließlich Urdu.

Nach dem turko-persischen Mahmud von Ghazni's Ghaznavid Eroberung Südasiens begann sich eine von Chagatai, Arabisch und Persisch beeinflusste Sprache und lokale Dialekte zu bilden, die schließlich als Urdu bekannt werden sollte. Diese Sprache wurde Zaban-e-Ordu ("Sprache der Armee"), die Gerichtssprache, genannt und später nur noch auf Urdu verkürzt. In der indigenen Literatur und im gesprochenen Namen wurde/wird sie Lashkari oder in der Langform Lashkari Zaban genannt. Er entstand aus dem Zusammenwirken persisch- und türkischsprachiger muslimischer Soldaten und der einheimischen Bevölkerung. Unter dem persischen Einfluss des Staates wurde die persische Schrift und die Nasta'liq-Form der Kursivschrift übernommen, wobei zusätzliche Figuren hinzugefügt wurden, um dem indischen Lautsystem Rechnung zu tragen. Die Nationalhymne Pakistans ist stark persisch geprägt.

Urdu ist eine morpho-syntaktisch/grammatikalisch eine indoarische Sprache, die in der persisch-arabischen Schrift geschrieben ist und literarische Konventionen und Fachvokabular weitgehend aus dem Persischen enthält. Einige grammatikalische Elemente, die dem Persischen eigen sind, wie z.B. das Enklitikum ezāfe und der Gebrauch des Takhallus, wurden leicht in die religiöse und weltliche Literatur des Urdu aufgenommen.

Trotz des starken Einflusses des Persischen auf Urdu wird Urdu sprachlich nicht als iranische Sprache (wie Persisch), sondern eher als indoarische Sprache (wie Punjabi, Gujarati, Punjabi, Seraiki und Sindhi) eingestuft. Aufgrund des hybriden Charakters der Sprache erlangte Urdu bald Unterscheidungen im literarischen und kulturellen Bereich. Viele eindeutig persische Formen der Literatur, wie Ghazal, Qasida, Marsia und Nazms, gingen in die Urdu-Literatur über und führten zu einer deutlichen Verschmelzung des iranischen und südasiatischen Erbes. Ein berühmter Cross-Over-Schriftsteller war Amir Khusro, dessen persische und urduistische Couplets bis heute in Süd-Zentralasien gelesen werden.