Across the Universe ist ein Musikfilm aus dem Jahr 2007. Regie führt Julie Taymor, das Drehbuch stammt von Ian La Frenais und Dick Clement. Die Hauptfiguren werden von Evan Rachel Wood und Jim Sturgess gespielt. Es gibt auch andere berühmte Schauspieler und Sänger, die in dem Film auftreten: Bono, der Dr. Robert spielt, Eddie Izzard als Mr. Kite, Dana Fuchs als Musikerin namens Sexy Sadie und Salma Hayek als Krankenschwester.
Der Film wurde am 12. Oktober 2007 in Nordamerika veröffentlicht.
Inhalt
Der Film erzählt lose die Geschichte mehrerer junger Menschen in den 1960er Jahren vor dem Hintergrund von Liebe, politischem Aufbruch und dem Vietnamkrieg. Im Zentrum stehen Jude (gespielt von Jim Sturgess), ein junger Mann aus Liverpool, der in die USA reist, und Lucy (gespielt von Evan Rachel Wood), eine Amerikanerin aus einer wohlhabenden Familie. Ihre Beziehung entwickelt sich inmitten gesellschaftlicher Umwälzungen: Studentenproteste, Gegenkultur, Drogenexperimente und die Auseinandersetzung über den Krieg. Taymors Erzählweise verbindet einzelne Episoden zu einer musikalisch-visuellen Collage, in der bekannte Beatles-Songs in neue Arrangements und Kontexten auftreten.
Musik und Stil
Across the Universe ist kein konventionelles Biopic, sondern ein Rockmusical, das vollständig oder überwiegend aus Neuinterpretationen von Liedern der Beatles besteht. Die Songs werden in unterschiedlichen Stilen und Arrangements dargeboten – von ruhigen Balladen bis zu energischen Rocknummern – und dienen sowohl als emotionaler Kommentar als auch als erzählendes Mittel. Julie Taymor ist für ihren theatralischen, oft surrealen visuellen Stil bekannt; das spiegelt sich in aufwendigen Bühnenbildern, farbintensiven Sequenzen und choreografierten Traum- oder Fantasieszene wider.
Besetzung (Auswahl)
- Jim Sturgess als Jude
- Evan Rachel Wood als Lucy
- Bono als Dr. Robert
- Eddie Izzard als Mr. Kite
- Dana Fuchs als Sexy Sadie
- Salma Hayek als Krankenschwester
Produktion und Soundtrack
Die Produktion zeichnet sich durch aufwändige musikalische Arrangements und eine starke Einbindung von Choreografie und Bühnenbild aus. Der offizielle Soundtrack enthält die im Film gesungenen Neuinterpretationen der Beatles-Songs und wurde separat veröffentlicht. Die Filmmusik und die Aufführungen der Darsteller erhielten besondere Aufmerksamkeit in Kritiken, da sie bekannte Lieder in ungewohntem Gewand präsentieren.
Kritik und Rezeption
Bei Veröffentlichung erhielt der Film gemischte bis positive Kritiken. Gelobt wurden vor allem die visuelle Gestaltung, die ambitionierte Inszenierung und die musikalischen Darbietungen. Kritiker bemängelten hingegen teilweise die dünne oder episodische Handlung sowie gelegentliche Brüche zwischen Erzählung und musikalischen Passagen. Kommerziell war der Film moderat erfolgreich, wurde aber besonders bei Fans der Beatles und Anhängern von Musical- und Kunstfilm-Ansätzen geschätzt.
Themen und Bedeutung
Wesentliche Themen sind Liebe und Verlust, politisches Erwachen sowie die Suche nach Identität in einer Zeit des Umbruchs. Durch die Einbettung in die 1960er Jahre reflektiert der Film gesellschaftliche Konflikte jener Zeit (z. B. Bürgerrechtsbewegung, Antikriegsproteste) und zeigt, wie persönliche Schicksale und größere historische Ereignisse miteinander verwoben sind. Die Verwendung von Beatles-Songs verleiht dem Film eine nostalgische Dimension, zugleich werden die Texte oft neu interpretiert und mit modernen filmischen Mitteln verbunden.
Weiterführende Hinweise
- Der Filmtitel ist dem Beatles-Song „Across the Universe“ entlehnt und fungiert als Leitmotiv.
- Wer sich für filmische Musicals, die Popmusik neu kontextualisieren, interessiert, findet in diesem Werk ein visuell reiches Beispiel.
- Der Film eignet sich sowohl als Unterhaltung für Musikfans als auch als Studienobjekt für die Verbindung von Popkultur und Filmkunst.

