Prinzessin Nikki ist eine britische Reality-Fernsehshow, in der die ehemalige britische Hauskollegin von Big Brother 7, Nikki Grahame, die Hauptrolle spielt. Sie lief am Mittwochabend zwischen 22:00 und 22:30 Uhr auf dem Digital- und Satellitenfernsehkanal E4 vom 6. September 2006, mit einer Gesamtlaufzeit von 30 Minuten. Die Sendung wurde von Endemol entwickelt, der Firma, die auch Big Brother entwickelt hat. Sie wurde vom Moderator und Komiker Alex Zane erzählt.

Im Rahmen des Formats versuchte Grahame bei jeder Ausstellung mehrere Jobs zu erledigen, darunter verschiedene unangenehme Aufgaben wie Müllabfuhr, Hochseefischen und Abfallmanagement. Die Prämisse der Show war es zu sehen, ob sie die ihr übertragenen Aufgaben erfüllen und ihren Job für einen Tag behalten würde, oder ob sie kündigen oder wegen ihrer berüchtigten Wutanfälle entlassen werden würde. Das Konzept der Show wurde von einer der Aufgaben übernommen, die Nikki während ihres Aufenthalts im Big-Brother-Haus übernahm. Während dieser Aufgabe wurde sie als persönliche Assistentin von Big Brother eingesetzt und musste verschiedene Aufgaben erfüllen, was oft dazu führte, dass Nikki einen Wutanfall bekam und sich weigerte, sich zu fügen.

Die Titelmusik für das Programm wurde von der 1982er Hit-Single "Hey Mickey!" von Toni Basil adaptiert, wobei der Text "Hey Nikki!" als Ersatz verwendet wurde.

Entgegen den Gerüchten ist keine zweite Saison geplant. Creative Director Philip Edgar-Jones bestätigte in einem Interview mit Brother's Bar, dass die Serie beendet ist.

Format und Ablauf

Prinzessin Nikki war als halbstündiges, episodisches Spin-off konzipiert. Jede Folge zeigt Nikki Grahame, wie sie für einen Tag in einen meist körperlich anstrengenden oder schmutzigen Beruf schlüpft. Typische Elemente der Sendung sind:

  • Vorstellung des Jobs und der Arbeitsbedingungen
  • Nikkis Reaktion auf die Aufgaben und Anweisungen der Vorgesetzten
  • Konflikte, Rückschläge und gelegentliche Wutausbrüche
  • Abschluss: Bleibt sie im Job oder bricht sie ab / wird sie entlassen?

Produktion und Ausstrahlung

Die Sendung wurde von Endemol produziert und von Alex Zane erzählt, was dem Format einen ironischen, teilkomödiantischen Ton gab. E4 strahlte die Folgen wöchentlich am späten Abend aus; dadurch zielte die Sendung auf ein jüngeres, an Reality-TV interessiertes Publikum ab. Das Konzept knüpfte direkt an Nikkis Popularität und ihrem Image aus Big Brother an – insbesondere an die Aufgabe im Big-Brother-Haus, in der sie als Assistentin fungierte und dadurch erneut mediale Aufmerksamkeit für ihre Ausraster erhielt.

Rezeption

Die Kritiken zur Sendung waren gemischt. Viele Zuschauer sahen die Serie als kurzweilige Unterhaltung und als logische Verwertung von Nikkis bekannter TV-Persönlichkeit. Andere Stimmen äußerten Bedenken, die Sendung könne auf Nikkis emotionalen Ausbrüchen aufbauen und damit problematische Aspekte von Reality-TV hervorheben. Insgesamt blieb die Serie ein kurzes, einmaliges TV-Experiment; eine Fortsetzung wurde, wie oben erwähnt, nicht realisiert.

Einordnung und Nachwirkung

Prinzessin Nikki ist ein Beispiel für die Art von Spin-offs, die in der Mitte der 2000er Jahre üblich waren: Sendungen, die bekannte Kandidaten aus erfolgreichen Reality-Formaten für eigenständige Kurzserien nutzten. Die Show trug dazu bei, Nikkis Bekanntheit über Big Brother hinaus zu erhalten, blieb aber inhaltlich eng an das Image angeschlossen, das sie bereits im Ursprungsformat geprägt hatte.