Relativistische Jets sind sehr starke Plasmastrahlen mit Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit. Sie werden von den zentralen Schwarzen Löchern einiger aktiver Galaxien (insbesondere Radiogalaxien und Quasare) und von den Schwarzen Löchern massereicher Sterne und Neutronensterne ausgesandt. Ihre Länge kann mehrere tausend oder sogar hunderttausend Lichtjahre erreichen.

Wenn die Strahlgeschwindigkeit in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit liegt, sind die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie signifikant. Die Mechanik, wie Jets entstehen und woraus sie bestehen, ist noch umstritten. Die Zusammensetzung von Jets kann variieren.

Massive zentrale Schwarze Löcher in der Galaxis haben die stärksten Jets. Ähnliche Jets in einem viel kleineren Maßstab entwickeln sich aus Neutronensternen und Schwarzen Löchern in anderen Sternen. Noch schwächere und weniger relativistische Jets können mit vielen Doppelsternsystemen in Verbindung gebracht werden.

Die allgemeine Hypothese unter Astrophysikern lautet, dass die Bildung relativistischer Jets der Schlüssel zur Erklärung der Erzeugung von Gammastrahlenausbrüchen ist. Diese Jets haben Lorentz-Faktoren von ~100 oder mehr (d.h. Geschwindigkeiten von über etwa 0,99995c), wodurch sie zu den schnellsten derzeit bekannten Himmelsobjekten gehören.